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Organische Abfälle fallen in Haushalten in Garten und Küche an. Egal, ob es sich um Äste oder Gras, um Apfelkitsche oder Salatstrünke handelt – diese Abfälle sollen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz getrennt verwertet werden. Bei der Entscheidung wie diese Abfälle getrennt erfasst werden, lässt der Gesetzgeber den öffentlich-rechtlichen Entsorgern freie Hand. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) hat sich entschieden, für die Nahrungs- und Küchenabfälle (Biogut) kompostierbare Biobeutel zu verteilen. Diese können im Haushalt zum Sammeln genutzt und bei einer der derzeit 82 Grünschnitt-Sammelstellen, die es in der Region Trier gibt, abgegeben werden. Für die Verwertung der organischen Abfälle sollen dieses Bringsystem für Biogut und das bereits bestehende Bring- bzw. Holsystem für Gartenabfälle (Grüngut) miteinander gekoppelt werden. Schon jetzt werden im  Entsorgungsgebiet des A.R.T., zu dem die Stadt Trier, die Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm und Vulkaneifel gehören, jedes Jahr über 120 Kilogramm Gartenabfälle pro Einwohner getrennt erfasst. Die organischen Nahrungs- und Küchenabfälle sollen zusammen mit den krautigen Gartenabfällen in Vergärungsanlagen verwertet werden. Durch eine Nachrotte kann das Material hygienisiert und das Substrat anschließend in der Landwirtschaft verwendet werden.

Dieses Konzept, das „Trierer Modell Plus“, hat die Zustimmung der Aufsichtsbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, gefunden. Doch bevor es umgesetzt werden kann, müssen noch einige Hürden genommen und genehmigungsrechtliche Auflagen erfüllt werden, erklärt der A.R.T. in einer Pressemitteilung. So ist der A.R.T. in enger Zusammenarbeit mit der SGD Nord aktuell dabei, die erforderlichen genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für die getrennte Bioabfallerfassung im Bringsystem zu schaffen. Wenn diese Hürden genommen sind, sollen die Biotüten den Haushalten schnellstmöglich zur Verfügung stehen, betont der A.R.T.

Das Trierer Modell Plus stellt eine günstige, praktikable und gleichwertige Alternative zur Biotonne dar. Viele Menschen hatten ihren Unmut gegen die Biotonne geäußert. Zum einen wussten viele nicht, wo sie einen weiteren Abfallbehälter unterbringen sollen. Dieses Problem ergibt sich insbesondere in eng bebauten Orten. Andere sahen höhere Müllgebühren auf sich zukommen. Im Vergleich zur Biotonne halten sich die jährlichen Kosten für die Biobeutel und das dahinterstehende Erfassungssystem deutlich im Rahmen. Obwohl sie in dem laufenden Haushalt eingerechnet waren, hatten sie nicht dazu geführt, dass die Gebühren erhöht werden mussten. Der A.R.T. hofft, dass dies trotz der Auflagen, die sich erst in jüngster Zeit ergeben haben, und der vielen weiteren abfallwirtschaftlichen Faktoren, die ebenfalls Einfluss auf den Gebührenhaushalt haben, auch so bleibt.