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Viele Menschen denken, in jeder barrierefreien Wohnung könne man sich auch mit einem Rollstuhl hindernisfrei bewegen. „Das ist aber nur bedingt der Fall“, informiert Christiane Grüne von der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen. „Der Drehradius eines Rollstuhlfahrers ist nennenswert größer als der eines Menschen mit Rollator oder einem Gehstock. Rollstuhlfahrer benötigen größere Bewegungsflächen.“ Durch eine gut durchdachte Grundrissplanung lassen sich benötigte Flächen geschickt und platzsparend unterbringen. Auch Türen oder Durchgänge müssen für Rollstuhlfahrer um 10 cm breiter sein. Die DIN-Norm 18040 zur Barrierefreiheit kennzeichnet beispielsweise die benötigten Maße mit dem Großbuchstaben „R“ als Hinweis für die uneingeschränkte Nutzbarkeit mit dem Rollstuhl. Die neue Landesbauordnung in Rheinland-Pfalz fordert seit Dezember 2015, dass beim Neubau von drei Wohnungen, eine davon nicht „nur“ barrierefrei sondern auch rollstuhlgerecht geplant und ausgeführt wird.

Damit Bauherren und Modernisierer die richtigen Abstände und Bewegungsflächen einplanen, bieten Architektinnen und Architekten der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen umfassende Beratungen an. Die Fachleute erklären im Detail, welche Flächen und Maße erforderlich sind. Sie informieren zu Wohnräumen und Sanitärbereichen sowie zu finanziellen Fördermöglichkeiten sowohl beim Neubau als auch bei einer Umbaumaßnahme. Die Beratung ist kostenlos und firmenneutral und kann auf Wunsch auch bei den Ratsuchenden zuhause stattfinden.

Der nächste Beratungstermin in Wittlich findet am Dienstag, den 9. Mai 2017 von 15 bis 18 Uhr in der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Kurfürstenstr. 19 statt. Eine Terminvereinbarung ist bei Silvia Maas, Tel.: 06571  14-2372, E-Mail: silvia.maas[at]bernkastel-wittlich.de möglich. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.barrierefrei-rlp.de.