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Das „Netzwerk Jugend“ konnte bei einem seiner Arbeitstreffen im Jugendraum Bombogen erstmals den Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich, Gregor Eibes, als Gast begrüßen. Die im Netzwerk vertretenen Einrichtungen stellten sich vor und gaben einen Einblick in aktuelle Projekte sowie Entwicklungen und Tendenzen in der Jugendarbeit. Es ergab sich ein reger Austausch zu den Fragen „Wo steht insbesondere die offene Jugendarbeit heute?“, „Was bewegt die Jugendlichen und was braucht es, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden?“. Vertreter des Hauses der Jugend in Wittlich, des Jugendraumes Bombogen und der mobilen Jugendpflege im Kreis steuerten dazu ebenso ihre Perspektiven bei wie die kirchliche Träger und Vertreter von Beratungsstellen. Es wurde dafür plädiert, dass moderne Jugendarbeit nicht gleichgesetzt beziehungsweise ersetzt werden darf durch den reinen Präventionsgedanken. Die Angebote sollen den Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Stärken zu entdecken und sich zu entwickeln. „Jugend ist keine Krankheit“, so Guido Moll, mobiler Jugendpfleger. Es werde oft zu stark von Defiziten, drohenden Fehlentwicklungen und sogenannten Risikofaktoren ausgegangen. Hans Floter vom Haus der Jugend sowie Heike Bulle, Pastoralreferentin im Dekanat Bernkastel, regten an, die Lebensphase der Jugendlichen auch als eine Zeit der besonderen Kreativität und gestaltenden Kraft zu sehen, die die Gesellschaft nutzen sollte. Monika Schmid, Leiterin des Jugend-

raums Bombogen, wies auf die Erfolge ihrer Einrichtung zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihrer Familien im Stadtteil hin. Für benachteiligte Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene des Landkreises, die eine intensivere Unterstützung bei ihren Problemen benötigen, steht die Kompetenzagentur mit Sitz in der Caritas-Geschäftsstelle Wittlich zur Verfügung. Individuelle Beratungsgespräche mit konfessionellem Hintergrund für Jugendliche bietet auch die Evangelische Kirchengemeinde Wittlich, vertreten durch Johannes Burghoff.

Der Landrat zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Kompetenz im Netzwerk und erklärte seine Bereitschaft, an weiteren Arbeitstreffen zu bestimmten Schwerpunktthemen teilzunehmen.