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Kunststoffe als Verpackungs- und Arbeitsmaterialien finden häufig Verwendung in der Landwirtschaft/Weinbau, so insbesondere als

  1. Wickelfolien, z. B. um Flaschenpaletten
  2. Kunststoffbehälter und Eimer (z. B.: Futtereimer, destilliertes Wasser)
  3. Düngersäcke
  4. Kanister für gefährliche Materialien (z.B.: Batteriesäure, Pflanzenschutzmittel, Farben, Mineralöle)
  5. Pflanzfolien, Anpflanzhilfen (z.B.: in Rebschulen, beim Gemüsebau)
  6. Silofolien
  7. Rundballenfolien
  8. Heuballennetze
  9. Abdeckfolien und
  10. Kunststoffschnüre (z.B. Heftarbeiten im Weinberg), Pheromondispenser

Nach dem Gebrauch beziehungsweise nach dem Entleeren der Behältnisse werden diese Kunststoffe zu Abfällen, die entsprechend den gesetzlichen Regelungen zu entsorgen sind. Kunststoffe, die als Transportverpackung in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden (Nr. 1), müssen nach der Verpackungsverordnung grundsätzlich von der Verkaufsstelle zurückgenommen werden müssen. Die Rücknahme kann bei Transportverpackungen kostenpflichtig sein. Oft haben die Hersteller Verträge mit Entsorgungsfirmen über die Rücknahme geschlossen. Beim Kauf des Produktes sollten daher die Rückgabebedingungen geklärt werden.

Verkaufsverpackungen (Nr. 2-3) müssen nach der Verpackungsverordnung auch grundsätzlich von der Verkaufsstelle zurückgenommen werden, in der Regel können diese aber in die Gelben Säcke eingefüllt werden.

Besonderes gilt für leere Verpackungen von gefährlichen Inhalten (Nr. 4). Verkäufer von Verkaufsverpackungen schadstoffhaltiger Füllgüter sind zur kostenfreien Rücknahme von restentleerten Verpackungen verpflichtet. Sie müssen auf die Rückgabemöglichkeit hinweisen. Auch hier sollten bereits beim Kauf des Produktes die Rückgabebedingungen geklärt werden.

Folien und Kunststoffe, die im eigenen Betrieb verwendet werden (Nr. 5-10), fallen nicht unter die Verpackungsverordnung. Solche Kunststoffabfälle sind als Restabfall geordnet zu entsorgen. In der Regel können solche Abfälle als Restmüll oder Wertstoff einem darauf ausgerichteten Entsorgungsunternehmen kostenpflichtig überlassen werden. Kleinmengen können über die eigenen Hausmülltonnen entsorgt werden. Wenn Rundballen an Dritte verkauft werden, ist man zur Rücknahme der Verpackung (Folie, Netz) verpflichtet.

Das Verbrennen von Kunststoffabfällen ist verboten, in der Landschaft haben sie auch nichts verloren. Weitere Fragen zur Entsorgung beantwortet die Abfallberatung der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Stefan Lex, Tel.: 06571/14-2414, E-Mail: Stefan.Lex@Bernkastel-Wittlich.de.