Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Klassenleiter Herr Bingler und Frau Hake mit Schülerinnen und Schülern der Liesertal-Schule.

Anfang 2011 startete das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich bereits zum vierten Mal gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe mit dem Projekt der vertieften Berufsorientierung zur „Reise in die berufliche Zukunft“. Nach einem ereignisreichen Jahr mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken aus der Arbeitswelt übergaben Frau Hake und Herr Eichhorn vom ÜAZ-Wittlich den Schülern der jetzt 8. Klasse ihre Zertifikate. Finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und durch die Bundesagentur für Arbeit, ermöglicht das Projekt Haupt- und Förderschülern mit Migrationshintergrund, Schülern mit besonderem Förderbedarf und Mädchen mit engem Berufswahlspektrum, realistisch und planvoll bei der Berufswahl vorzugehen. Die Gestaltung des Projekts orientiert sich dabei an den Gegebenheiten des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkts. Wichtige Bestandteile sind neben den Theorieeinheiten die Ausflüge in die Arbeitswelt durch Betriebserkundungen oder Schnupperpraktika. Bei diesen Gelegenheiten haben die Teilnehmer realistische Einblicke in verschiedene Berufsfelder gewonnen und vor Ort von Betriebsinhabern oder Ausbildungsleitern persönlich wichtige Informationen rund um die Ausbildung erhalten. Von einem „Chef“ persönlich zu erfahren, wie wichtig Schlüsselkompetenzen für Ausbildung und Beruf sind, unterstrich zudem die Wichtigkeit dieses Themas, welches in den Unterrichtseinheiten aufgegriffen und spielerisch vertieft wurde. Während eines Berufeparcours im ÜAZ-Wittlich hatten die Projektteilnehmer Gelegenheit, sich an einem Tag in drei verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren. Dabei luden neben den Berufestationen (Holz, Metall, Farbe und Kunststoff) in den Werkstätten des ÜAZ-Wittlich auch Stationen für das Berufsfeld Altenpflege, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Frisörhandwerk die Schüler zum Mitmachen und Kennen lernen ein. Der Geschäftsführer des ÜAZ-Wittlich, Hartmut Weber, betont: „Seitens der Ausbildungsbetriebe wird dieses Projekt als Chance gesehen, durch gezielte, frühzeitige Information und Vorbereitung, Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen. Zudem bereitet es immer mehr Ausbildungsbetrieben Probleme, bedingt durch steigende Anforderungen in der beruflichen Ausbildung, geeignete Auszubildende zu finden. Diese Tatsache vor Ort zu erfahren, ist für manchen zukünftigen Ausbildungsbewerber häufig die Initialzündung, die verbleibende Schulzeit zu nutzen, um Leistungen zu verbessern und Schlüsselkompetenzen zu vertiefen.“ Mit ihrem Zertifikat beweisen die Schüler bei der nun anstehenden Suche nach einem Schülerpraktikum, dass sie sich mit dem Thema Berufswahl bereits ausführlich auseinander gesetzt haben. Bei der fünften Wiederholung des Projektes sind in diesem Jahr neben der Liesertal-Schule und der Realschule plus Salmtal auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 der Burg-Landshut-Schule in Bernkastel-Kues mit dabei.