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Nachstehend die empfohlenen Erzeugerpreise für die Verrechnung der anstehenden Entschädigung der Wildschäden. Ein Abzug von Werbungskosten ist nur bei Totalschäden möglich. Die Preise werden einschließlich Mehrwertsteuer ausgewiesen. Bei den eingesetzten Preisen handelt es sich um Durchschnittswerte während der Ernte, die im Monat August/September 2012 von der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland e.G. Lagerhaus Wittlich - als Erzeugerpreise gezahlt werden. Die Ermittlung der Preise erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bauern- und Winzerverband Bernkastel-Wittlich, dem Landesjagdverband, der Raiffeisen- Waren-Zentrale Rheinland e.G.-Lagerhaus Wittlich - in Wittlich und der Kreisverwaltung - Untere Landwirtschaftsbehörde - Bernkastel-Wittlich.

Bei Saatgetreidevermehrung ist auf die festgelegte Wildschadensentschädigung ein Zuschlag von 4,00 Euro per 100 kg zu gewähren. Die Entschädigung bei Grassamenvermehrung erfolgt nach Abrechnungspreis. Aufgrund der veränderten Marktsituation werden oft schon Erzeugnisse vorab über abgeschlossene Vermarktungsverträge verkauft. In diesen Fällen ist im Einzelfall der erzielte höhere Erzeugerpreis vom Geschädigten nachzuweisen. Dies gilt auch für Wildschäden an Produkten aus biologischem Anbau und für in der Liste nicht aufgeführte Produktarten.

Bei Schäden an Grünlandflächen können die Richtlinien der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zur Ermittlung von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 zu Grunde gelegt werden.

Der Prozentsatz bei Speisekartoffeln, um wie viel Handelsware und um wie viel Futterware es sich handelt, ist von Fall zu Fall verschieden. Es wird daher empfohlen, dass diese Feststellungen von den Wildschadensschätzern individuell getroffen werden. Als Anhaltspunkt kann nach den von hier angestellten Ermittlungen jedoch gesagt werden, dass bei der Ernte 2012 bei Speisekartoffeln sowie bei Wirtschaftskartoffeln der Anteil der Handelsware etwa 90 % und der Anteil der Futterware 10 % beträgt.

Der festgesetzte Kartoffelpreis ist auf die besondere Situation in  der hiesigen Region zurückzuführen und stellt somit einen tatsächlichen Marktpreis im Direktverkauf dar. Die Kartoffelbauern bauen lediglich für den Eigenbedarf und für die Direktvermarktung an. Über diesen Bedarf hinaus werden im Landkreis kaum Kartoffeln angebaut. Hieraus ist der erhöhte Preis im Gegensatz zum Preis in den sonstigen klassischen Kartoffelanbaugebieten zu erklären.

Getreide und andere Erzeugnisse Erzeugerpreise 2012

Futterweizen per 100 kg 22,50 Euro

Brotweizen per 100 kg 23,50 Euro

(Sommer- u. Winterweizen)

Qualitätsweizen per 100 kg 25,00 Euro

Roggen per 100 kg 20,50 Euro

Triticale per 100 kg 21,50 Euro

Braugerste per 100 kg 24,00 Euro

Futtergerste per 100 kg 22,00 Euro

Hafer per 100 kg 19,00 Euro

Schälhafer per 100 kg 20,00 Euro

Raps/Öllein per 100 kg 52,00 Euro

Futtererbsen per 100 kg 25,00 Euro

Roggen-,Weizen-,Gersten-,

Haferstroh (lose) per 100 kg 7,50 Euro

Futterrüben per 100 kg 5,00 Euro

Mais (Silomais)
(32% TS-Gehalt)
400 dt/ha = 0,24 Euro/qm
450 dt/ha = 0,27 Euro/qm
500 dt/ha = 0,30 Euro/qm
550 dt/ha = 0,32 Euro/qm
650 dt/ha = 0,38 Euro/qm

Speisekartoffeln
Nicola/Sieglinde/Cilena per 100 kg 54,00 Euro
Granola/Linda/Belana   per 100 kg 50,00 Euro
Futterkartoffeln per 100 kg 5,00 Euro