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Die Deutsche Herzstiftung hat unter dem Motto „Herz in Gefahr“ die Koronare Herzkrankheit (KHK) in den Mittelpunkt der bundesweiten Herzwochen 2012 gestellt. Der Fachbereich Gesundheit der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich beteiligte sich in diesem Jahr mit zwei gut frequentierten Gesundheitstagen in der Schlossgalerie in Wittlich an den Herzwochen und klärte unter anderem über die koronare Herzkrankheit auf. An diesen Gesundheitstagen konnten sich Interessierte in der Schlossgalerie in Wittlich informieren, wie das Herzinfarktrisiko erkannt werden und wie man dieses reduzieren kann.

Circa 200 Frauen, Männer und Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich am Infostand betreffend entsprechender Gesundheitsrisiken durchchecken zu lassen. Zu diesen Gesundheitschecks gehörten kostenlose Blutdruck- und Blutzuckermessungen, sowie Information zu Diabetes und Herzerkrankungen. Als Aktionspartner führte die AOK Wittlich Körperfettmessungen und individuelle Ernährungsberatungen durch. Entsprechend der Ergebnisse der jeweiligen Testungen erfolgte auf Wunsch eine Beratungen mit individuellen Hinweisen zur Gesundheitsvorsorge und zu Präventionsmöglichkeiten beispielsweise durch gesunde Ernährung und Bewegung.

Die koronare Herzkrankheit, die weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen zählt, hat in vielen Fällen fatale Folgen, z. B. Herzinfarkte, gefährliche Herzrhythmusstörungen oder die weit verbreitete Herzinsuffizienz. Schon lange ist bekannt, dass die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus das Risiko für Herzinfarkte und andere Kreislauferkrankungen erhöht. Aber nicht nur ein voll ausgeprägter Diabetes mit hohen Blutzuckerspiegeln kann gefährlich sein, auch leicht erhöhte Werte sind als Risikofaktor anzusehen, wie eine australische Studie unterstreicht, die unlängst in der Mediziner-Fachzeitschrift Circulation publiziert wurde.

Insgesamt hatten an der australischen Studie, die sich über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren erstreckte, rund 10.000 Menschen teilgenommen (Durchschnittsalter 51,4 Jahre). Bei der Auswertung errechneten die Autoren ein um 60 % größeres Sterberisiko für diejenigen Studienteilnehmer, deren Nüchternblutzucker mit 100 bis 126 mg/dl leicht erhöht war, ohne dass aber ein Diabetes mit entsprechend hohen Werten vorlag. Darüber hinaus ließ sich für jene Teilnehmer, die bereits vor Studienbeginn einen Diabetes mellitus aufwiesen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko im Vergleich zu Gesunden berechnen.