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Die Fakten sind erschreckend: Die Mitarbeiter des Landesbetriebs für Mobilität sammeln jährlich rund 180 Tonnen Müll aus den Straßengräben und den öffentlichen Parkplätzen im Landkreis Bernkastel-Wittlich ein. „Wer verursacht denn den ganzen Müll?“ - Das werden sich viele Bürgerinnen und Bürger fragen. Die Antwort wird bei den Meisten gleich ausfallen: „Der Müll wird von den Durchreisenden verursacht; diese machen Rast und lassen ihre Reste einfach liegen.“ Aber ein Teil der Abfälle wird von den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises verursacht. Bewusst lagern sie ihren Hausmüll, oftmals in Müllsäcken verpackt, dort ab. Und es ist sicherlich nicht der Hamburger, Berliner oder Münchener, der seinen Müll von zu Hause einpackt, um ihn auf einem Parkplatz im Landkreis Bernkastel-Wittlich zu entsorgen. Was viele illegale Müllentsorger nicht wissen: „Die Annahme vieler Leute, dass sie dadurch Geld sparen, indem sie ihren Müll im Straßengraben oder auf einem öffentlichen Parkplatz entsorgen, ist schlichtweg falsch. Es ist vielmehr so, dass die Allgemeinheit, und damit auch jeder Einzelne, die Entsorgung von diesen Abfällen mitfinanziert“, erläutert Abfallberater Stefan Lex vom Betrieb Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung. Die Straßenmeistereien entsorgen den an Straßenrändern eingesammelten Abfall kostenlos im Entsorgungszentrum des Landkreises Bernkastel-Wittlich in Sehlem. An den Entsorgungskosten von Müll an öffentlichen Parkplätzen, beteiligt sich der Kreis mit 50 Prozent. Die Entsorgungskosten werden aus den Abfallgebühren finanziert und gehen damit zu Lasten der Abfallgebührenzahler. Deshalb appelliert Lex: „Jeder ist für seinen Müll selbst verantwortlich und ist aufgefordert, ihn ordnungsgemäß zu entsorgen.“ Das Räumen illegaler Müllentsorgungen verursacht viel Arbeit und folglich unnötige Kosten. Verursacher müssen mit einem Bußgeld rechnen, eventuell wird sogar ein Strafverfahren eröffnet.