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Viele seuchenartig verlaufende Tierkrankheiten in den Wildbeständen können, wie die Tollwut, für den Menschen sehr gefährlich werden oder, wie die Schweinepest, zu enormen volkswirtschaftlichen Schäden führen. Nur mit den Mitteln der Jagd und den besonderen Kenntnissen der Jäger vor Ort können solche Seuchen zurückgedrängt und nach Möglichkeit eliminiert werden.

In mehreren tierseuchenrechtlichen Vorschriften werden die Jäger ausdrücklich zur Mithilfe verpflichtet, entscheidend ist jedoch letztendlich das Engagement jedes Einzelnen. Nach der Tollwutverordnung sind kranke, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige erlegte wild lebende sowie die verendet aufgefundenen Füchse, Marderhunde und Waschbären auf Tollwut zu untersuchen. Hierzu müssen die ganzen Tierkörper in der Decke an das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz, Blücherstraße 34, 56073 Koblenz eingesandt werden. Das Land unterstützt die Jäger, indem sie auch weiterhin für jedes anerkannte Monitoringtier eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro gewährt. Zusätzlich müssen den Tierkörpern Begleitschreiben mit weitergehenden Angaben beigefügt werden. Diese Begleitschreiben sind beim Fachbereich Veterinärdienst, Landwirtschaft und Weinbau der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich erhältlich oder können unmittelbar über die Internetseite des Landesuntersuchungsamtes www.lua.rlp.de unter Downloads / Tierseuchen & Tiergesundheit bezogen werden.

Die Schweinepest-Monitoring-Verordnung fordert die Jäger auf, Proben von Wildschweinen zur Untersuchung auf klassische und afrikanische Schweinepest zu entnehmen. Die tierseuchenrechtliche Anordnung des Landesuntersuchungsamtes zur Durchführung eines Monitorings vom 8. August 2017 erklärt die Vorgehensweise: Jeweils Blut- und Milzproben sind unverzüglich unabhängig vom Alter der Tiere zu entnehmen von allen krank erlegten Wildschweinen, von Wildschweinen, die beim Aufbrechen mit bloßem Auge erkennbare pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigen und von jedem verendet aufgefundenen Wildschwein, dies umfasst auch die nach Autounfällen verendet aufgefundenen Tiere. Diese Proben werden sowohl auf die klassische als auch auf die afrikanische Schweinepest untersucht. Zusätzlich sind, wie dies schon seit vielen Jahren der Fall ist, alle Wildschweine bis zu einem Aufbruchsgewicht bis 30 Kilogramm zur Untersuchung auf die klassische Schweinepest zu beproben. Die Proben sind an das Landesuntersuchungsamt weiterzuleiten. Zur Vereinfachung können die Proben auch in den Probenkasten des Fleischhygieneamtes (Trichinenuntersuchungsstelle) am Zugang zum Betriebsgelände der Firma Simon-Fleisch in Wittlich eingeworfen werden. Auch den Wildschweinproben sind Begleitschreiben beizufügen (Bezugsquellen wie oben). Anstelle der Proben können auch ganze Tierkörper an das Landesuntersuchungsamt eingesandt werden.

Für Fragen steht der Veterinärdienst der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich unter Tel.: 06571 14-2353 oder E-Mail: veterinaeramt[at]bernkastel-wittlich.de zur Verfügung.