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Sommerzeit ist Grillzeit. Doch häufig wird vergessen, dass Sonne und Wärme auch zu unsichtbaren und unangenehmen Gästen an der Grilltafel führen. In Salaten und Soßen, bei Fleisch und Fisch verursachen sommerliche Temperaturen häufig ein rasantes Wachstum an Keimen, die zu unangenehmen Lebensmittelinfektionen führen können. So können aus nur hundert Bakterien im Laufe eines Grillabends mehrere Millionen werden. Um ein unbeschwertes Grillfest zu verbringen, muss man nur ein paar einfache Regeln beachten. Oberstes Gebot beim Hantieren mit frischen Lebensmitteln außerhalb der Küche ist eine ausreichende Hygiene, rät der Fachbereich Veterinärdienst und Lebensmittel der Kreisverwaltung. Die weiteren Tipps der Lebensmittelexperten lauten:

  • Häufiges Händewaschen besonders beim Wechsel von Fleisch auf Gemüse und nach dem Legen des Fleisches auf den Grill. Ist kein Wasseranschluss vorhanden, nehmen Sie eine Wasserflasche zum Abspülen der Hände mit und trocknen Sie die Hände gut ab.
  • Fleisch im Kühlschrank aufbewahren, vor der Zubereitung sorgfältig abspülen und trocken tupfen. Tiefgefrorenes langsam im Kühlschrank auftauen, Tieffrieren tötet Salmonellen nicht ab.
  • Auch Salate und andere frische Zutaten bis kurz vor dem Grillen gut kühlen. Kühltaschen und moderne Kühlrucksäcke tun gute Dienste.
  • Fisch, Fleisch und Geflügel gut durch erhitzen. Grillen tötet mögliche Keime ab.
  • Dort wo Fleisch und andere Lebensmittel gelagert werden Oberflächen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig reinigen. Da sich in feuchten Wischlappen besonders häufig Keime vermehren, empfiehlt sich die Verwendung von hygienischen Allzwecktüchern zum Einmalgebrauch. So werden Bakterien die Nährböden auf Oberflächen entzogen.
  • Den Grillrost vor und nach dem Grillen gründlich reinigen, um Lebensmittelreste zu entfernen. Am besten Alufolie verwenden, denn verbranntes Fett oder Öl kann krebserregende Giftstoffe enthalten.
  • Soßen und Dressings mit Anteilen von Majonäsen, Sahne oder Jogurt bilden einen besonders guten Nährboden für Bakterien und sind häufig Ausgangspunkt für schwere Magen-Darm-Erkrankungen. Optimal ist eine ständige Kühlung, zum Beispiel auf einem Eisbett. Wenn dies nicht möglich ist, kann man sich auch  damit behelfen, dass nur kleine Portionen auf den Tisch kommen und der Rest bis zur Verwendung im Kühlschrank oder an einem sonstigen kühlen Ort aufbewahrt wird.
  • Denken Sie auch beim Grillen an Ihre Nachbarn. Nicht jedem gefällt der Geruch von frisch gebratenem Fleisch oder Fisch. Nehmen Sie also Rücksicht. Am besten  Sie laden die Nachbarn zum Grillfest ein.