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Mit Änderung der Schweinehaltungshygiene-Verordnung sind seit dem 1. Mai 2014 Auslaufhaltungen bei der zuständigen Behörde (Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich) anzuzeigen. Nach der Verordnung sind Auslaufhaltungen, Haltungen von Schweinen in festen Stallgebäuden, wobei für die Tiere die Möglichkeit besteht, sich im Freien aufzuhalten. Für bereits bestehende Auslaufhaltungen hat der Gesetzgeber eine Frist für die vorgeschriebenen Meldungen bis zum 31. Dezember 2014 festgelegt. Eine formlose, auch telefonische Mitteilung unter 06571/14-2353 ist ausreichend.

Grundsätzlich müssen alle Schweinehalter unabhängig von der Zahl der gehaltenen Schweine die seit einigen Jahren geltende Schweinehaltungshygiene-Verordnung beachten. Allerdings gelten abhängig von den Bestandsgrößen abgestufte Vorschriften. Die Verordnung teilt die Betriebe in drei Größenkategorien ein. Kleine Betriebe sind solche mit bis zu 20 Mastschweinen beziehungsweise Sauen. Zur mittleren Kategorie gehören Schweinehaltungen mit mehr als zwanzig und bis zu 700 Mastschweinen beziehungsweise Zuchtbetriebe mit mehr als drei und bis zu 150 Sauenplätzen. Die höchste Kategorie bilden die Betriebe mit mehr als 700 Mastplätzen beziehungsweise mehr als 150 Sauenplätze. Die Verordnung ist so konzipiert, dass Grundvoraussetzungen benannt werden, die von allen einzuhalten sind, und die nächst höheren Kategorien jeweils zusätzliche Vorschriften zu beachten haben. Beim Fachbereich Veterinärdienst und Lebensmittel der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich sind die jeweils für die einzelnen Kategorien geltenden Vorschriften in Form einer tabellarischen Auflistung erhältlich.

Eine weitere Unterscheidung betrifft die Haltungssysteme. Neben der ausschließlichen Stallhaltung gibt diejenigen, bei denen die Schweine die Möglichkeit haben, Außenbereiche aufzusuchen (Auslaufhaltungen) und solche bei denen die Schweine ausschließlich im Freien ohne feste Stallgebäude lediglich mit Schutzeinrichtungen (Freilandhaltungen) gehalten werden. Wie in der Vergangenheit gilt auch weiterhin, dass bei einer beabsichtigten Freilandhaltung, der Halter vor Beginn einen schriftlichen Antrag bei der zuständigen Behörde zu stellen hat und diese Haltungsform genehmigungspflichtig ist.

Die Verordnung legt weiterhin fest, dass jeder Betrieb der Beaufsichtigung durch den beamteten Tierarzt unterliegt. Somit wird jährlich ein Teil der Betriebe nach dem Zufallsprinzip amtstierärztlich überprüft. Für weitere Fragen steht der Fachbereich Veterinärdienst und Lebensmittel der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Tel.: 06571/14-2353, E-Mail: Veterinaeramt[at]Bernkastel-Wittlich.de  zur Verfügung.