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Der Kreisausschuss und der Ausschuss für Schulen und Kultur empfehlen dem  Kreistag, die Raumprobleme des Wittlicher Peter Wust - Gymnasiums (PWG) aus finan­ziellen und pädagogischen Gründen durch umfangreiche Um­baumaßnahmen im PWG-Nebengebäude sowie durch pädago­gisch bedingte Umstrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen im PWG-Hauptgebäude am Standort Koblenzer Straße zu lösen. Dies ist das Ergebnis der Sitzung der beiden Aus­schüsse, an der auch der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, Dr. Josef Peter Mertes, sowie die Schulgemeinschaft teilgenom­men haben.

Die Schule soll dazu nach der mit der ADD abgestimmten aktu­ellen demographischen Prognose der Schülerzahlentwicklung an den beiden Wittlicher Gymnasien 3-zügig nach den Schulbau­richtlinien mit einem von der Kommunalbau R-P GmbH ge­schätzten Kostenvolumen von 6,2 Millionen Euro ausgebaut werden. Die Umsetzung der Baumaßnahme soll zügig erfolgen. Der vorzeitige Baubeginn soll beantragt werden. In der Übergangszeit soll der Schule für ihre Schülerinnen und Schüler das Gebäude der ehemaligen Dualen Oberschule (DOS) in Wittlich-Wengerohr zur Nutzung zur Verfügung stehen.

Der Präsident der ADD Trier hat zugesagt, dieses Projekt positiv zu begleiten. Dies betrifft sowohl die Förderung des Landes als auch den vom Landkreis Bernkastel-Wittlich zu tragenden kommunalen Anteil. Hinsichtlich der Landesförderung wird der Präsident der ADD Trier der Landesregierung angesichts der finanziellen Situation des Landkreises vorschlagen, eine möglichst hohe Förderung vorzusehen. Der vorzeitige Baubeginn wurde vom ADD-Präsidenten in Aussicht gestellt. Mertes hat ausgeführt, dass in Anbetracht der aktualisierten Schülerzahlen ein 4-zügiger Ausbau des PWG seitens des Landes nicht förderfähig sei.

Die Kreisgremien befürworten zur Lösung der Raumproblematik des PWG den Grundsatz „Eine Schule an einem Standort“. Dieser Standort soll in der Koblenzer Straße sein. Nach der Grundlagenermittlung und der Kostenschätzung der Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH ist dies die kostengünstigste Lösung. Darüber hinaus entspricht sie dem Votum der Schulgemeinschaft. Die Schulleitung des PWG hat sich mit dem 3-zügigen Ausbau einverstanden erklärt. Die Schule sieht sich aufgrund der damit verbundenen erheblichen Verbesserung der räumlichen Situation in der Lage, im jährlichen Wechsel mit dem Cusanus-Gymnasium einen vierten Zug aufzunehmen.

Das PWG soll zu einem modernen 3-zügigen Gymnasium ausge­baut werden. Auf mittlere Sicht (ab dem Schuljahr 2015/2016) ist am Schulstandort Wittlich dauerhaft von einem 6-zügigen gym­nasialen Bedarf auszugehen. Dies ergibt sich aus einer mit der ADD Trier abgestimmten aktuellen demographischen Prognose zum Schulwahlverhalten nach der Grundschule. Durch Maßnah­men der Schülerlenkung und erweiterte schulische Angebote (zum Beispiel IGS Salmtal) soll diese Entwicklung am Standort Wittlich unterstützt werden. Bei der Prognose wurde davon ausgegangen, dass 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule ein Gymnasium besuchen werden. Bei einer bis dahin zu erwar­tenden 7-Zügigkeit am Standort Wittlich ist es dem Cusanus-Gymnasium und dem PWG möglich, im jährlichen Wechsel vier Züge aufzunehmen.

Für die Zeit der Planungs- und Bauphase empfehlen die beiden Ausschüsse dem Kreistag die weitere Nutzung des DOS-Gebäu­des in Wittlich-Wengerohr. Sie halten eine Übergangslösung in Container-Bauweise aus sachlichen und finanziellen Gründen nicht für vertretbar. Die Sicherheit und die Bewegungsfreiheit der Schülerinnen und Schüler würden durch die Inanspruchnahme der Freiflächen für Container und später durch den laufenden Baubetrieb erheblich beeinträchtigt werden. Allein die entstehen­den Containermietkosten in Höhe von monatlich circa 40000 Euro wären gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern bei einem dann leerstehenden Schulgebäude in Wittlich-Wengerohr nicht zu rechtfertigen.