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Der Kreis Bernkastel-Wittlich geht beim Breitbandausbau auf die Überholspur: Bund und Land werden den Anschluss der bisher unterversorgten Gemeinden im Kreis an das schnelle Internet in den kommenden Jahren umfassend fördern. Der Kreis hatte am 28. April 2016 insgesamt 6,13 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau beantragt. Der entsprechende Förderbescheid von Bundesverkehrsminister Dobrindt liegt inzwischen vor. „Damit kommen wir unserem Ziel einen großen Schritt näher, sogenannte „weiße Flecken“ im Kreisgebiet bei der Breitbandversorgung zu beseitigen“, freut sich Landrat Gregor Eibes. Der Kreis Bernkastel-Wittlich gehört damit zu einer der ersten Landkreise in Rheinland-Pfalz, die von der Bundesförderung profitieren. Das Land Rheinland-Pfalz hat sich gleichzeitig zu einer Kofinanzierung dieser Mittel bereiterklärt. Dazu soll die Bundesförderung um voraussichtlich bis zu 4,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm für den Breitbandausbau aufgestockt werden. Nach monatelanger Vorbereitung erhält der Landkreis damit die volle Summe der beantragten Fördermittel. Der Kreis und die beteiligten Kommunen werden sich zusätzlich mit Eigenmitteln von rund 1,2 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen, für das insgesamt ein Betrag von rund 12,26 Millionen Euro zur Verfügung steht.

„Es ist das Ergebnis einer frühzeitigen Herangehensweise an die Herausforderung „Breitbandausbau“ in Verbindung mit einer engen und guten Zusammenarbeit sowie Abstimmung mit den Verbandsgemeinden im Kreisgebiet, der Stadt Wittlich, der Gemeinde Morbach und dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur sowie dem Breitband-Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz“, so Landrat Gregor Eibes zum positiven Ausgang des Förderverfahrens. Die erfolgreiche Beantragung der Fördermittel des Bundes setzte aufgrund des komplexen Antragsprozesses umfangreiche Planungsleistungen voraus, die der Kreis Bernkastel-Wittlich mit eigenem Personal und Unterstützung eines externen Planungs- und Beratungsbüros bewältigte.

Fast 7.000 Haushalte in 49 (ganz oder teilweise unterversorgten) Gemeinden und rund 1.200 Unternehmen können von der Förderung profitieren. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung der Haushalte, Betriebe und öffentlichen Einrichtungen im Kreisgebiet mit mindestens 50 Mbit/s bis Ende 2018.

Eibes: „Das bedeutet mehr Lebensqualität für private Nutzer und einen wirtschaftlichen Impuls für eine ganze Reihe von Unternehmen. Auch für junge Leute spielt das Internet als Wissensquelle eine wichtige Rolle und trägt damit gerade auf dem Land zur Chancengleichheit in der Bildung bei.“ Nach Erhalt der Förderzusagen kann der Kreis nun geeignete Telekommunikationsunternehmen für den Breitbandausbau auswählen. Dafür ist eine europaweite Ausschreibung erforderlich.

„Unsere Vorstellung ist, dass wir Anfang 2017 den Auftrag zum Breitbandausbau erteilen und die Bauarbeiten dann zügig starten können“, so Projektleiter Markus Lautwein.