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Schüler und Lehrer einer Außenklasse der Martin-Luther-King-Schule haben Ende März/Anfang April nun schon zum siebten Mal an der K 93 zwischen Monzelfeld und Annenberg erfolgreich Amphibienschutz betrieben. Bereits im Jahr 2002 gab es einen ausführlichen Bericht über das Krötenschutzprojekt im Kreisjahrbuch.

Die Besonderheit in diesem Frühjahr 2006 war eine relativ späte, recht starke, aber auch ungewöhnlich kurze Wanderung der Kröten und Frösche, unserer heimischen Lurche.

In der Nacht zum 23. März gab es noch Frost, schon zwei Tage später war die Temperatur bei Tagesanbruch bereits 10 Grad über Null. So wurden mit Hilfe der Schüler, auch eines Ehemaligen, freitags, samstags sowie montags und dienstags mehr als 550 Meter Zaun aufgebaut, hinter dem Zaun insgesamt zwölf Eimer eingegraben und von Beginn an die Amphibien eingesammelt. Der Zaun wurde bereits vor sieben Jahren vom Fachbereich Umwelt der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zum Schutz der Kröten zur Verfügung gestellt.

Bereits nach einer Woche hatte die Wanderung ihren Höhepunkt überschritten. Insgesamt konnten 381 Tiere gerettet werden, Molche, Frösche und Kröten, auch ein Feuersalamander.

Hauptziel der Aktivitäten ist es, die langsamen Krötenweibchen sicher bis zu einem Laichgewässer zu bringen, damit der Fortbestand der Populationen gesichert werden kann. Das Laichgewässer wurde im Jahr 2001 als Ökokontomaßnahme angelegt. Die Natur hat es so eingerichtet, dass von den vielen tausend Eiern bei Fröschen und Kröten und Molchen nur relativ wenige die Entwicklung vom Laich über das Kaulquappenstadium und das folgende Jungtierdasein bis hin zum geschlechtsreifen Lurch überleben, da Libellenlarven, Gelbrandkäfer, Enten, Graureiher und weitere Tierarten sich zwischenzeitlich von diesem reichen Angebot ernähren.

Die Schüler der Wolfer Förderschule können bei diesem Projekt neben zahlreichen faszinierenden Einzelbeobachtungen vor allem lernen, dass sie selbst kleinen, gefährdeten Lebewesen helfen können. Dies führte in den sieben bisherigen Schutzaktionen dazu, dass sie mit den Tieren besonders behutsam umgingen. Außerdem konnten sie mit Genugtuung feststellen, dass außer dem Förster und der Straßenmeisterei auch Kindergarten und Grundschule sich für dieses nicht einfache, aber zeitweise spannende und abwechslungsreiche Projekt interessieren. Sie alle werden  auch in Zukunft unsere heimischen Lurche mit anderen Augen sehen.