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Europaweit ist es zu mehreren Ausbrüchen der Geflügelpest gekommen. Die Geflügelpest ist mit schweren Krankheitssymptomen verbunden und hochansteckend. Die verantwortlichen Erreger sind Influenzaviren, die  ein sehr breites Wirtsspektrum besitzen, so dass sehr viele Vogelarten diesen Erreger verschleppen können. Hochempfänglich für das Virus sind Hühner und Puten, aber auch anderes Geflügel (wie Wachteln, Tauben, Fasane, Perlhühner, Pfaue, Schwäne, Strauße, Emus, Nandus, Gänse, Enten und Wildvögel) kann erkranken. Als mögliche Einschleppungsquelle in Geflügelbestände gelten vor allem Wildvögel (insbesondere wildlebendes Wassergeflügel). Die Verschleppung aus einem bereits infizierten Bestand erfolgt oft durch Personen oder verschmutzte Gerätschaften wie Transportboxen, Fahrzeuge etc. 

Zum Schutz der heimischen Geflügelhaltungen sind im Tierseuchenrecht Vorschriften enthalten, die sämtliche Geflügelhalter unabhängig von der Zahl der gehaltenen Tiere bzw. vom Zweck der Haltung (landwirtschaftliche Produktion, Hobby) beachten müssen.

Zum Geflügel werden nach dem Tierseuchenrecht folgende Arten gerechnet: Hühner, Enten Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Truthühner, Wachteln, Laufvögel und Tauben. Die Haltung dieser Vogelarten ist der zuständigen Behörde (Kreisverwaltung, Fachbereich Veterinärdienst) einmalig vor Beginn der Tätigkeit unter Angabe des Namens, der Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart, anzuzeigen. Änderungen sind unverzüglich anzuzeigen. Außer bei Tauben ist auch anzugeben, ob das Geflügel in Ställen oder im Freien gehalten wird.

Nachträgliche Meldungen werden ohne ordnungsrechtliche Folgen entgegengenommen. Wer unsicher darüber ist, ob die erforderlichen Anzeigen erfolgt sind, kann problemlos beim Fachbereich Veterinärdienst der Kreisverwaltung, Tel.: 06571/14-2353 bzw. E-Mail: veterinaeramt@bernkastel-wittlich.de nachfragen bzw. grundlegende Änderungen mitteilen.

Alle Geflügelhalter - privat oder gewerblich - werden  vorbeugend zur Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen und um einen verantwortungsvollen Umgang gebeten:

  • Geflügel sollte nach Möglichkeit in den nächsten Wochen vorsorglich so gehalten werden, dass ein Kontakt zu Wildvögeln vermieden wird.
  • Für jeden Freilandgeflügelhalter besteht die Pflicht,
    • Geflügel nur an Stellen zu füttern, an die Wildvögel keinen Zugang haben,
    • Geflügel nicht mit Wasser zu tränken, das für Wildvögel zugänglich ist,
    • Futter, Streu und Gerätschaften vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen.

Allgemein gilt, dass

  • gehäufte Todesfälle bzw. unklare Krankheitsfälle oder ein erheblicher Einbruch der Legeleistung durch rasche Untersuchung auf Geflügelpest abzuklären ist,
  • ein Register über Zugänge und Abgänge von Geflügel zu führen ist (Name und Anschrift des bisherigen bzw. zukünftigen Tierhalters, des Transporteurs, Datum des Zugangs bzw. Abgangs sowie Art des Geflügels),
  • Aufzeichnungen über verendete Tiere/Werktag (bei Beständen über 100 Tiere) und Aufzeichnungen über die Legeleistung/Werktag (bei Beständen über 1.000 Tiere) zu machen sind,
  • Ställe nur mit sauberem Schuhwerk und Schutzkleidung betreten werden.

Hobbyhalter sollten beim Kauf oder Tausch von Rassegeflügel besonders auf den Gesundheitszustand der Tiere und deren Herkunft achten.

Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Jeder Verdacht muss unverzüglich bei der Kreisverwaltung, Fachbereich Veterinärdienst, angezeigt werden. Weitere Fragen werden vom Fachbereich Veterinärdienst der Kreisverwaltung, Tel.: 06571/14-2353 bzw. E-Mail: veterinaeramt@bernkastel-wittlich.de gerne beantwortet.