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Derzeit erfolgt die Sperrmüllsammlung im Landkreis Bernkastel-Wittlich an jeweils zwei festen Sammelterminen im Jahr. Ab dem Jahr 2017 wird der Sperrmüll auf Abruf abgeholt. Dies hat der Kreistag beschlossen im November beschlossen.

Mit seinem Beschluss reagierte der Kreistag auf die vielen Klagen über die Wettrennen der Sperrmüllsammler an den Tagen vor dem Abfuhrtermin und über die diversen Abfallablagerungen, die im Zusammenhang mit der Sperrmüllsammlung entstehen und im Nachhinein von den Gemeinden geräumt werden müssen. Sowohl die Verwaltung als auch die Gremienmitglieder gehen von einer deutlichen Reduzierung dieser Probleme mit Einführung des neuen Systems aus. Landrat Eibes bewertet das neue System als eine Verbesserung des abfallwirtschaftlichen Dienstleistungsangebotes im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Er bedauert, dass die Systemumstellung erst zum Jahr 2017 erfolgen kann, denn bis dahin ist der Landkreis noch vertraglich gebunden.

Pro Restmüllbehälter, für den Abfallgebühren gezahlt werden, können ab 2017 bis zu zwei Abholungen im Jahr für Sperrmüll und Elektroaltgeräte angemeldet werden. Wie bisher auch wird die Abholmenge auf zwei Kubikmeter pro Auftrag begrenzt sein. Der Abholauftrag kann telefonisch, per Fax, per E-Mail oder via Internet an die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich erfolgen. Da jeder Abfuhrbezirk zwölf Mal im Jahr angefahren wird, ist von der Zuteilung eines zeitnahen Abholtermins auszugehen. Die Terminmitteilung erfolgt bei Anmeldung der Sperrmüllabholung, das heißt es erfolgt keine Veröffentlichung mehr der Sperrmülltermine. Die Sammelfahrzeuge fahren lediglich die Anschriften an, für die ein konkreter Abholauftrag vorliegt.

Ute Braun vom Betrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Bernkastel-Wittlich bittet die Bürger bis zur Einführung der Sperrmüllabholung auf Abruf um etwas Geduld und Unterstützung beim jetzigen Sammelsystem. Sie appelliert, den Sperrmüll tatsächlich erst am Vorabend des Sammeltermins zur Abholung bereit zu stellen, um damit dem Sperrmülltourismus entgegen zu wirken. Auch erinnert sie daran, dass zum Sperrmüll nur lose Gegenstände des Hausrats gehören, die zu groß für die Mülltonne sind. Kein Sperrmüll sind Bauabfälle, wie zum Beispiel Waschbecken, Fußbodenbeläge, Zimmertüren, Deckenbalken, Zaunelemente, oder Altreifen und Autoteile ebenso wenig diverse Kleinteile, die in einen Sack oder Karton gepackt sind. Solche Abfälle bleiben nach der Sperrmüllsammlung zurück. „Jede Person sollte sich für den eigenen Müll verantwortlich fühlen und ihn ordnungsgemäß entsorgen. Hat man versehentlich etwas bereit gestellt, was bei der Sperrmüllsammlung nicht mitgenommen wird, so sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, die Sachen unmittelbar nach dem Termin wieder von der Straße zu räumen“, fordert Braun. Die Abfallberatung des Landkreises, Tel.: 06571/14-2414 gibt gerne weitere Auskünfte.