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Überlastete Elektroleitungen, defekte Haushaltsgeräte oder nicht beaufsichtigte Kochstellen können genau wie herabfallende Zigarettenglut schnell zu einem Wohnungsbrand führen. Den betroffenen Bewohnern bleiben dann nur wenige Minuten Zeit zur Flucht. Denn die in der Schwelbrandphase entstehenden giftigen Gase wie Kohlenmonoxid führen innerhalb kürzester Zeit zur Bewusstlosigkeit. Wenn ältere, in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen von Wohnungsbränden betroffen sind, ist die Rettung meistens schwierig. Besonders nachts, wenn auch der Geruchsinn schläft, kann ein Rauchmelder lebensrettend sein.

Um größere Sicherheit im Brandfall zu haben, ist in den meisten Bundesländern die Installation von Rauchmeldern vorgeschrieben. In Rheinland-Pfalz sind Rauchmelder in neu errichteten Häusern und Wohnungen seit 2003 gesetzlich vorgeschrieben. In bestehenden Gebäuden müssen Rauchmelder bis Juli 2012 nachgerüstet werden. In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Den besten Schutz, bietet ein angebrachter Rauchmelder in jedem Zimmer. Auslassen sollte man Räume, in denen sich viel Wasserdampf oder Rauch entwickeln kann, wie zum Beispiel in Küche und Bad.

Kaufen Sie nur geprüfte Modelle, die das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und das CE-Zeichen (Konformitätszeichen der EU) inklusive Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ tragen. Eine gute Orientierungshilfe bietet auch das VdS-Zeichen, das Prüfzeichen des Verbandes der Sachversicherer. Batteriebetriebene Rauchmelder können nur ausreichend Schutz liefern, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien bestückt sind. Geräte, die der Norm DIN 14604 entsprechen, geben über einen Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel bevorsteht.

Mittlerweile gibt es auch Geräte für Gehörlose, die durch grelle Blitze und ein Vibrationsgerät unter dem Kopfkissen ein Feuer anzeigen. Außerdem sind so genannte Tandem-Geräte auf dem Markt, die es ermöglichen, Geräte in Schlaf- und Kinderzimmern miteinander per Kabel oder Funk zu vernetzen, so dass ein Alarm in allen Räumen der Wohnung oder des Hauses gehört wird. Diese durch Funk vernetzten Geräte können auch mit dem Hausnotruf, verbunden sein. Das spart im Ernstfall wichtige Zeit.

Weitere Tipps und individuelle Beratung erhalten Interessierte kostenlos und firmenunabhängig bei den Architekten der Landesberatungsstelle Bauen und Wohnen alle zwei Monate am zweiten Dienstag von 14.00 bis 17.00 Uhr bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Kurfürstenstraße 16, 54531 Wittlich. Der nächste Beratungstermin ist Dienstag, der 8. November 2011.

Eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich bei Ulrich Hohns, Tel.: 06571/14-2237, E-Mail: ulrich.hohns[at]bernkastel-wittlich.de.