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Kreissiegerehrung in Wolf: Achim Zender (2. Beigeordneter der Einheitsgemeinde Morbach), Landrat Gregor Eibes, Beatrix Kimnach (Ortsvorsteherin Wolf), Edgar Langen (Vorsitzender Bürgerverein), Egon Schabbach (Ortsvorsteher Morbach-Rapperath), Michael Moseler (2. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach) von links nach rechts.

Im Rahmen des Wolfer Straßenfestes fand die Kreissiegerehrung im Wettbewerb 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. Im Kirchenkeller in Wolf hatten sich neben Landrat Gregor Eibes, Beigeordneter Michael Moseler (VG Traben-Trarbach), Stadtbürgermeister Patrice Langer, die Ortsvorsteher sowie Beigeordnete und Vertreter der zu ehrenden Gemeinden, Mitglieder der Kreiskommission und Festgäste versammelt. Festlich umrahmt wurde die Siegerehrung durch das Saxophon-Exempel des Musikvereins Traben-Trarbach.

„Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum zum Ziel und ist mittlerweile kein Verschönerungswettbewerb mehr. 1961 noch unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ ins Leben gerufen, ist der nunmehr zum 51. Mal durchgeführte Kreiswettbewerb ein Wettbewerb um die besten Ideen für eine nachhaltige Zukunft unserer Dörfer“, erläuterte Landrat Gregor Eibes die Inhalte und Zielsetzungen des Wettbewerbs. „Eine Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist für alle Gemeinden ein Gewinn, unabhängig von ihrer Platzierung“, betonte der Landrat. Im Fokus stehen dabei das soziale und kulturelle Leben, die Stärkung und Mobilisierung des bürgerschaftlichen freiwilligen Engagements sowie die Erarbeitung nachhaltiger Entwicklungskonzepte für die Zukunft.

Der Landrat überreichte den Vertretern der Gemeinden die Siegerurkunden mit Geldprämien. Für die in der Hauptklasse gestartete Siegergemeinde Wolf nahm Ortsvorsteherin Beatrix Kimnach die Auszeichnung entgegen. Der Ortsbezirk Morbach-Rapperath, vertreten durch Ortsvorsteher Egon Schabbach, hatte in der Hauptklasse Rang zwei belegt.

Seit der letzten Teilnahme des Stadtteils Wolf am Dorfwettbewerb im Jahr 1969 hat sich einiges getan. Insbesondere die Fertigstellung der neuen Moselbrücke im Jahr 2015 bietet neue Entwicklungsmöglichkeiten. Die neue Brücke trägt erheblich zur Entlastung des Ortes und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Ortskern bei. Insbesondere im Bereich des Moselufers besteht in den kommenden Jahren ein hohes Potenzial in den Bereichen Tourismus sowie Freizeit und Erholung. Die Kommission war beeindruckt von der sehr engagierten Beteiligung der Dorfbevölkerung an der Begehung.

Besonders hervorzuheben sind der geplante Umbau des Dorfgemeinschaftshauses, die Einrichtung einer Touristen-Information, das Ortsbild eines typischen Winzerdorfes sowie das rege Vereinsleben. Vereine, Gruppierungen und Private unterstützen die Gemeinde durch verschiedene Aktionen, zum Beispiel Dreck-Weg-Tag, Pflege und Beschilderung von Wanderwegen, persönliche Patenschaften von Sitzbänken.

Der Stadtteil Wolf konnte sich im zwischenzeitlich bereits durchgeführten Gebietsentscheid Trier zwar nicht für die Teilnahme am Landesentscheid Rheinland-Pfalz qualifizieren. Ortsvorsteherin Kimnach betonte jedoch, dass die Teilnahme am Dorfwettbewerb und insbesondere die externe Bewertung der Gebietskommission viele neue Sichtweisen auf die Stärken und Schwächen und den damit verbundenen Chancen und Risiken des Dorfes hervorgebracht habe. Mit der Schwerpunktanerkennung durch das Land und der für 2017 geplanten Dorfmoderation bestehen für Wolf gute Voraussetzungen zur Weiterentwicklung dieses Dorferneuerungsprozesses.

Der Ortsbezirk Rapperath hat in diesem Jahr zum fünften Mal teilgenommen. Die Kreiskommission war auch hier vom hohen ehrenamtlichen Engagement und regen Vereinsleben beeindruckt. Besonders hervorzuheben sind die gezielte Bodenpolitik der Gemeinde sowie der Grundsatzbeschluss der Innenentwicklung vor der Außenentwicklung Vorrang zu geben, der seit 2007 bestehende Seniorentreff mit regelmäßigen Gesprächen, Aktionen und Ausflügen sowie der gute bauliche Zustand und die ehrenamtliche Pflege der ortsbildprägenden Gebäude und Einrichtungen.