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Am 15. August sind neue Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt in Kraft getreten. Dadurch werden die Förderkonditionen des bestehenden Marktanreizprogramms (MAP) zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien deutlich verbessert.

Durch das Programm werden Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und zur Bereitstellung von Kälte oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien gefördert. Das MAP besteht aus zwei Programmteilen: Durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden Anlagen für den Bedarf von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie kleineren öffentlichen und gewerblichen Objekten gefördert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Anlagen für große Gebäude und für die gewerbliche Nutzung durch das Programm Erneuerbare Energien Premium. Die Neuregelungen im MAP betreffen beide Programmteile: sowohl den Förderteil der Investitionszuschüsse (BAFA) als auch den KfW-Teil für Anlagen im größeren Leistungsbereich. Die wichtigsten Neuerungen im Bereich der BAFA (Investitionszuschüsse)

Im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser wurde eine Mindestpauschale von 1500 Euro für solarthermische Anlagen eingeführt, womit sich die Förderung für eine 10 Quadratmeter große solarthermische Anlage um 600 Euro erhöht.

Auch bei Biomasseanlagen und Wärmepumpen wurde die Förderung durchgehend um 400 Euro angehoben. Bei Wärmepumpen mit Pufferspeicher bekommt man sogar 900 Euro mehr.

Neu in den Förderkatalog aufgenommen wurde die gewerblich und industriell eingesetzte solare Prozesswärme.

Die wichtigsten Neuerungen im Bereich der KfW (Darlehen und Tilgungszuschüsse)

Die Tilgungszuschüsse für große Solarkollektoranlagen im KfW-Teil (ab 40 Quadratmeter) betragen nunmehr bis zu 50 Prozent (vorher 30 Prozent) der Investitionskosten (gilt für Prozesswärme oder solare Kälte).

Große Wärmepumpen ab 100 Kilowatt Leistung sind nun auch im Neubau förderfähig.

Biogasleitungen können in bestimmten Anwendungen (Biogaserzeugung nach dem EEG 2012) wieder gefördert werden.

Die Fördermöglichkeiten für Tiefengeothermie werden ausgeweitet: Zukünftig können nicht mehr nur Anlagen zur thermischen Nutzung gefördert werden, sondern in geringerem Umfang auch stromerzeugende Anlagen.

Für Wärmenetze und Wärmespeicher, die von der verbesserten Förderung nach dem am 19. Juli 2012 in Kraft getretenen novellierten Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz profitieren, ist künftig keine Förderung mehr vorgesehen.

Weitere Informationen über die Fördermöglichkeiten und Antragsstellung finden Interessierte auf den Internet-Seiten des BAFA, www.bafa.de, und der KfW, www.kfw.de.