Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Nachstehend die empfohlenen Erzeugerpreise für die Verrechnung der anstehenden Entschädigung der Wildschäden. Ein Abzug von Werbungskosten ist nur bei Totalschäden möglich. Die Preise werden einschließlich Mehrwertsteuer ausgewiesen. Bei den eingesetzten Preisen handelt es sich um Durchschnittswerte während der Ernte, die im Monat September/Oktober 2015 von der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland e.G. Lagerhaus Wittlich - als Erzeugerpreise gezahlt wurden. Die Ermittlung der Preise erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bauern- und Winzerverband Bernkastel-Wittlich, der Landwirtschaftskammer, dem Kreisjagdmeister, dem Landesjagdverband, der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland e.G.-Lagerhaus Wittlich - und der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich - Untere Landwirtschaftsbehörde -.

Futterweizen per 100 kg
EUR 16,50 incl. MWSt.

Brotweizen per 100 kg
EUR 17,50 incl. MWSt
(Sommer- u. Winterweizen)

A-Weizen per 100 kg
EUR 18,50 incl. MWSt

E-Weizen per 100 kg
EUR 21,00 incl. MWSt

Roggen per 100 kg
EUR 15,00 incl. MWSt.

Triticale per 100 kg
EUR 15,00 incl. MWSt.

Braugerste per 100 kg
EUR 19,50 incl. MWSt.

Futtergerste per 100 kg
EUR 15,50 incl. MWSt.

Hafer per 100 kg
EUR 14,00 incl. MWSt.

Raps per 100 kg
EUR 40,00 incl. MWSt.

Futtererbsen per 100 kg
EUR 19,50 incl. MWSt.

Roggen-,Weizen-,Gersten-,Haferstroh (lose) per 100 kg
EUR  10,00 incl. MWSt.

Futterrüben per 100 kg
EUR 4,30 incl. MWSt.

Zuckerüben per 100 kg
EUR 3,80 incl. MWSt.

Mais (Silomais)
(32% TS-Gehalt)
400 dt/ha = 0,17 EUR/qm
450 dt/ha = 0,19 EUR/qm
500 dt/ha = 0,21 EUR/qm
550 dt/ha = 0,23 EUR/qm
650 dt/ha = 0,27 EUR/qm

Speisekartoffeln

Nicola/Sieglinde/Cilena per 100 kg
EUR 64,00 incl. MWSt.

Granola/Linda/Belana per 100 kg
EUR 60,00 incl. MWSt.

Futterkartoffeln per 100 kg
EUR  6,00 incl. MWSt.

Die Entschädigung bei Grassamenvermehrung erfolgt nach Abrechnungspreis.

Aufgrund der veränderten Marktsituation werden oft schon Erzeugnisse vorab über abgeschlossene Vermarktungsverträge verkauft. In diesen Fällen ist im Einzelfall der erzielte höhere Erzeugerpreis und gegebenenfalls die tatsächlich entstandenen Beschaffungskosten vom Geschädigten nachzuweisen. Dies gilt auch für Wildschäden an Produkten aus biologischem Anbau und für in der Liste nicht aufgeführte Produktarten.

Bei Schäden an Grünlandflächen können die Richtlinien der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zur Ermittlung von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 vom 17.08.2015 zu Grunde gelegt werden.

Der Prozentsatz bei Speisekartoffeln, um wie viel Handelsware und um wie viel Futterware es sich handelt, ist von Fall zu Fall verschieden. Es wird daher empfohlen, dass diese Feststellungen von den Wildschadensschätzern individuell getroffen werden. Als Anhaltspunkt kann nach den von hier angestellten Ermittlungen jedoch gesagt werden, dass bei der Ernte 2015 bei Speisekartoffeln sowie bei Wirtschaftskartoffeln der Anteil der Handelsware etwa 90 % und der Anteil der Futterware 10 % beträgt.

Der festgesetzte Kartoffelpreis ist auf die besondere Situation in der hiesigen Region zurückzuführen und stellt somit einen tatsächlichen Marktpreis im Direktverkauf dar. Die Kartoffelbauern bauen lediglich für den Eigenbedarf und für die Direktvermarktung an. Über diesen Bedarf hinaus werden im Landkreis kaum Kartoffeln angebaut. Hieraus ist der erhöhte Preis im Gegensatz zum Preis in den sonstigen klassischen Kartoffelanbaugebieten zu erklären.