Internet
Wen fasziniert es nicht, binnen kürzester Zeit Informationen aus allen Erdteilen erhalten zu können, mit Menschen, wo immer sie auf dieser Welt leben, zu kommunizieren? Die Voraussetzungen sind recht gering. Es genügt ein einigermaßen leistungsstarker Rechner und ein Internetzugang. Die Zahl derer, denen das Medium "Internet" zur Verfügung steht, steigt täglich. Gerade im Bereich der Freizeitgestaltung hat das Internet rasant an Bedeutung gewonnen. Bei allen Vorteilen und Möglichkeiten birgt es aber auch Gefahren und Risiken. Kinder und Jugendliche erhalten mit einem geringen Aufwand Zugang zu pornografischen, gewaltverherrlichenden und extremistischen Materialien. Das sollten Eltern wissen, und, um es vorweg zu sagen, ein umfassender technischer Schutz existiert nicht.
Der Zugang zu den neuen Informations- und Kommunikationstechniken ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen auch das Erlernen von Fertigkeiten und ein Aneignen von Wissen, das für ihre berufliche Zukunft sehr wichtig ist. Jedoch kommen Kinder und Jugendliche noch nicht alleine klar mit Bildern, Texten und Filmen, die ihnen Angst machen, die sie aggressiv werden lassen oder ihnen sozialschädigende Orientierungen nahe legen. Hier ist die Hilfe von Erwachsenen, allen voran natürlich der Eltern notwendig. Was können Sie konkret tun:
- Kinder und Jugendliche können oft wesentlich besser mit neuen Techniken umgehen als Erwachsene. Machen Sie sich daher mit Ihrem Computer und dem Internet vertraut (z.B. über Volkshochschulkurse)
- Verlassen Sie sich nicht auf sogenannte Kinderschutzprogramme. Ein wirksamer technischer Schutz besteht nicht.
- Gerade mit kleineren Kindern (unter 12 Jahren) sollten sie stets gemeinsam das Internet nutzen. Trauen sie Ihren (älteren) Kindern durchaus zu, verantwortungsvoll mit dem Internet umzugehen. Heimliche Netznutzung ist oft eine riskante Netznutzung. Kontrolle ist gut. Vertrauen ist besser.
- Ihr Kind sollte niemals ohne ihr Wissen, Name, Adresse und Telefonnummer rausgeben.
- Durch die Sperrung der Servicenummern 0190- und 0900- können Sie sich vor unseriösen Internetdiensten schützen, die manchmal unbemerkt hohe Telefonkosten verursachen. Ihr Telefonnetzbetreiber kann Ihnen hierzu nähere Auskünfte geben.
- Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Pornografie, Gewaltdarstellungen, illegale Inhalte. Eine offene Diskussion trägt dazu bei, einer Verklärung der Inhalte und damit einem suchtähnlichen Konsum entgegenzuwirken.
- Ermutigen Sie Ihr Kind, Ihnen davon zu berichten, wenn irgend etwas im Internet es bedrängt, bedroht, ihm Angst macht. Melden Sie schwer jugendgefährdende, gewaltverherrlichende, verbrecherische Inhalte in jedem Fall den zuständigen Behörden (Näheres dazu unten).
- Nicht alle Inhalte im Netz sind wahr. Machen Sie das Ihrem Kind klar.
- Legen Sie Regeln fest, wann und wie lange Ihr Kind das Internet nutzen darf. Damit beugen Sie suchtähnlichem Gebrauch und einer Vereinzelung und Vereinsamung Ihres Kindes vor.
Neben den Polizeidienststellen und dem Jugendamt gibt es eine Vielzahl von Stellen, denen sie Auffälligkeiten im Internet melden können. Dem Jugendschutz im Internet widmet sich im Besonderen das www.jugendschutz.net Es handelt sich dabei um eine von den Jugendministerinnen und Jugendministern der Bundesländer gemeinsam eingerichtete staatliche Stelle für die Beachtung des notwendigen Jugendschutzes in den neuen Informations- und Kommunikationsstellen. Im Internet ist diese Stelle unter der Adresse www.jugendschutz.net erreichbar. Hier gibt es viele nützliche Hinweise zum Umgang mit neuen Medien. www.jugendschutz.net hat auch im Auftrag des zuständigen Bundesministeriums eine sehr interessante und hilfreiche Broschüre unter dem Titel "Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko? Ein praktischer Leitfaden für Eltern und Pädagogen" herausgegeben. Hierin finden Sie auch Beispiele sogenannter Kinderportale, also kindgerechter Suchmaschinen, die nur auf geeignete Webseiten zurückgreifen.
Der Ansprechpartner zum Thema Jugendschutz in der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich ist Stephan Rother, Tel. 06571/14-2220 oder der Beauftragte für Jugendsachen der Polizeidirektion Wittlich, Hubert Lenz, Tel.: 06571/9152-527.
Seite drucken

