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Renaturierung der Lieser - Frei(es)schwimmen für Forelle und Lachs

Die Arbeiten zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Lieser wurden Ende des Jahres 2001 abgeschlossen. Von der Quelle bis zur Mündung konnten alle Wehre, die bis dahin ein Bach aufwärts schwimmen für viele Fischarten unterbunden haben, beseitigt bzw. umgangen werden. Damit ist die Planung sehr erfolgreich umgesetzt worden. Die Lieser ist wieder zu einem funktionierenden Ökosystem und hochwertigen Lebensraum für viele Tierarten geworden. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte als Leader-Projekt mit Mitteln der EU, des Landes Rheinland-Pfalz und angrenzender Städte, Verbandsgemeinden und Landkreise.

Machen Sie sich bei einer ausgedehnten Wanderung über den Lieserpfad, einer Radtour über den Maare-Mosel-Radweg oder einem kleinen Uferspaziergang ein Bild von dieser wunderschönen Flusslandschaft.

Im Rahmen des Renaturierungsprojektes wurde eine Dokumentation der Maßnahme erstellt. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste liegt die Broschüre kostenlos bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Kurfürstenstraße 16, 54516 Wittlich, bereit. Sie können die Dokumentation auch hier als pdf (8,9 mb) herunterladen.

Umbau der Wehranlage „Wächtersmühle“ in Bausendorf-Olkenbach zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Alf

Aus dem Bewirtschaftungsplan der Alf geht hervor, dass im Bereich des Ortsteils Olkenbach, Ortsgemeinde Bausendorf, die Gewässerstrukturgüte der Alf durch anthropogene Einflüsse stark bis deutlich verändert ist. Nordwestlich lag die Wehranlage der ehemaligen Wächtersmühle. Früher staute hier die Alf zugunsten des Mühlgrabens. Mit dem abgeleiteten Wasser konnten ehemals zwei Wasserräder angetrieben werden. Eine Wasserkraftnutzung fand jedoch seit langem nicht mehr statt.  Der 16 m breite und 2,40 m hohe Absturz an der Wehranlage stellte als s.g. Querbauwerk ein Wanderhindernis für Fische und Makrozoobenthos (Organismen im Gewässerboden) dar. Die ökologisch wichtige Durchgängigkeit war nicht mehr gegeben.

Zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit in einem Teilstück des Gewässers Alf konnte in 2015, gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Aktion Blau Plus, der Umbau der Wehranlage in eine Raue Rampe mit mittigem Fischaufstieg umgesetzt werden.

Durch die kaskadenförmig angeordneten beckenartigen Strukturen bilden sich günstige Strömungsverhältnisse aus, welche die Aufwärts- und Abwärtspassierbarkeit für Organismen wieder ermöglicht. Mit den vorangegangenen hydraulischen Berechnungen konnte bewiesen werden, dass der Hochwasserabfluss sich nicht nachteilig verändert.

Durch die gelungene Maßnahme konnte hoffentlich eine Initialzündung für weitere sich im Alftal befindliche und dringend erforderlichen Wehrumbauten gelegt werden.

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