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Der Eintritt von Pflegebedürftigkeit infolge einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bringt die betroffenen Menschen und ihr familiäres Umfeld nicht selten auch an finanzielle Grenzen.

Wenn die Leistungen der Pflegekasse und das zur Verfügung stehende Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, um die notwendige Pflege z. B. durch einen Pflegedienst (ambulant), in einer Tages- oder Nachtpflege (teilstationär) oder auch im Fall von Kurzzeitpflege oder vollstationärer Pflege zu bezahlen, können ergänzend Leistungen nach dem SGB XII beantragt werden. Bei der Gewährung von Sozialhilfeleistungen handelt es sich immer um Einzelfallentscheidungen, die sich am individuellen Bedarf der pflegebedürftigen Personen orientieren.

Die Hilfe zur Pflege ist nachrangig, d. h. sie greift erst, wenn der Bedarf nicht anderweitig gedeckt werden kann, weil die Pflegeversicherung keine Leistungen gewährt (Pflegestufe 0, es besteht keine Pflegeversicherung) oder die Sachleistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, um die Aufwendungen für die Pflege und Hauswirtschaft zu decken. Der im medizinischen Gutachten der Pflegekasse ermittelte Pflege- und Hauswirtschaftsbedarf ist auch Grundlage für die Entscheidung des Trägers der Sozialhilfe.

Die ambulanten Leistungen der Hilfe zur Pflege decken den grundpflegerischen und/oder hauswirtschaftlichen Bedarf ab und können erforderlichenfalls um weitere Leistungen ergänzt werden.