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Menschen mit Behinderungen können grundsätzlich ebenso wie Menschen ohne Behinderungen dort wohnen, wo sie möchten. Benötigen sie wegen ihrer Behinderung Unterstützung, damit ihnen dieses selbst bestimmte Wohnen auch tatsächlich möglich ist, wird über Leistungen der Eingliederungshilfe bei Vorliegen aller Voraussetzungen die notwendige Unterstützung finanziert. Beim Wohnen in einer eigenen Wohnung allein oder mit anderen Menschen zusammen wird die Unterstützung regelmäßig über eine stundenweise ambulante Wohnbetreuung gewährleistet. Der Umfang der Betreuung wird in der individuellen Teilhabeplanung unter Berücksichtigung der eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse ermittelt und die Höhe der Eingliederungshilfe festgelegt.

Die häufigste Leistungsform der Eingliederungshilfe für eine ambulante Wohnbetreuung ist das persönliche Budget als Hilfe nach Maß. Der Mensch mit Behinderung erhält eine pauschale Geldleistung entsprechend seinem individuellen Bedarf und kann sich die Hilfe bei selbst ausgewählten Anbietern einkaufen. Dies bedeutet, dass er die Leistung vom Sozialhilfeträger auf sein Konto ausgezahlt bekommt und dann mit der Hilfe erbringenden Person oder dem Dienst, den er bestellt, selbst abrechnet.

Lebt ein Mensch mit Behinderung in einer vollstationären Einrichtung der Behindertenhilfe, erfolgt die Leistungsgewährung der Eingliederungshilfe regelmäßig als Sachleistung, d. h. die Einrichtung rechnet den vereinbarten Vergütungssatz unmittelbar mit dem Sozialhilfeträger ab.