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Mineralische Abfälle

Asbesthaltige Abfälle

Asbesthaltige Abfälle sind Materialien wie z.B. Dach- oder Feuerschutzplatten und Fassadenelemente. Diese gelten als gefährliche Abfälle, die auf der Annahmestelle in Sehlem entsorgt werden können.

Bei der Anlieferung sind folgende Auflagen zu beachten:
Die Asbestabfälle müssen in verschließbaren Kunststoffgewebesäcken (Big-Bags) angeliefert werden. Zum Einsatz sind ausschließlich Standard-Big-Bags mit einer Größe von 90 x 90 x 115 cm (e SWL 1000 kg) bzw. Platten-Big-Bags mit einer Größe von max. 320 x 125 x 45 (e SWL 1000 kg) mit jeweils 4 Hebeschlaufen zugelassen. Big Bags sind im Baustofffachhandel im Landkreis Bernkastel-Wittlich und beim Entsorgungszentrum Sehlem erhältlich. Asbesthaltige Abfälle dürfen durch Fahrzeuge und Geräte während des Ablade- und Einbauvorganges nicht zerkleinert oder mechanisch belastet bzw. bearbeitet  werden. Eine Anlieferung in Mulden oder Containern, welche zum Entladen gekippt werden müssen, ist generell untersagt. Leichtgebundene Asbestmaterialien (z.B. Spritzasbest, Asbestschnüre) dürfen nicht angenommen werden.

Entsorgung und Transport von Asbestmaterialien unterliegen den Bestimmungen der Nachweisverordnung. Abfallerzeuger, bei denen insgesamt nicht mehr als 2 t jährlich anfallen, brauchen keine abfallrechtliche Nachweise zu führen, wenn sie beispielsweise ihre Abfälle selbst zur Entsorgungsanlage transportieren. Abfallerzeuger und Handwerksbetriebe, bei denen insgesamt mehr als 2 t jährlich anfallen, erhalten detaillierte Informationen zur Nachweisführung über die Abfallberatung oder technische Leitung sowie unter www.sam-rlp.de/puplikationen/merkblaetter.html und www.sam-rlp.de/national/elektr-nachweisverfahren.html.

Unbelasteter Bauschutt

Unbelasteter Bauschutt ist mineralisches Material, das bei Bau-, Sanierungs- und Abrissmaßnahmen anfällt und vorwiegend aus verwertbaren Steinbaustoffen und Betonabbruch besteht. Sämtliche Störstoffe (s. belasteter Bauschutt und nicht-mineralische Baustellenabfälle) müssen aussortiert sein.

Hinweis: Eine Entsorgung auf der Annahmestelle in Sehlem ist nicht zulässig.

Verwertung von unbelastetem Bauschutt über private Aufbereitungsfirmen

Firmen im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Telefon-Nr.

 Lehnen Franz KG, Sehlem

06508 / 91400

Wey Günter GmbH & Co. KG, Rivenich

06508 / 810

Meter Quarzitstein GmbH, Morbach

06533 / 3355

Rauen Alois GmbH & CO. KG, Salmtal

06578 / 215

Belasteter Bauschutt

Belasteter Bauschutt besteht im Wesentlichen aus Mauerresten und Betonbruch, die geringfügig mit Störstoffen vermischt sind und/oder schadstoffbelastet sind. Störstoffe sind u. a.:

  • Installationsteile
  • Versorgungsleitungen
  • Fußböden
  • Wand- und Deckenverkleidung, Tapeten

Die Entsorgung erfolgt auf der Annahmestelle des Entsorgungszentrums in Sehlem, sofern eine anderweitige Verwertung bzw. Vorsortierung nicht möglich ist.

Unbelasteter Bodenaushub

Unbelasteter Bodenaushub ist natürlich gewachsenes, nicht verunreinigtes Material, das im Tiefbau anfällt und aus Gesteinen bzw. Böden besteht, bei dem wegen seiner chemischen Zusammensetzung keine nachteiligen Veränderungen der Umwelt zu befürchten sind. Nachfolgend eine Auswahl an Verwertungsmöglichkeiten:

  • Verwertung auf der Baustelle (Massenausgleich)
  • Verwertung im Rahmen einer landespflegerisch genehmigten Ausgleichsmaßnahme
  • Verwertung im Rahmen der Verfüllung von Abgrabungsstätten (z.B. Kiesgruben)
  • Vermittlung über die Bodenbörse des Ministeriums für Umwelt und Forsten (www.alois-info.de)
  • Erdaushubzwischenlager im Entsorgungszentrum in Sehlem (Informationen: Telefon: 06508 / 335)
  • Erdaushublager in Morbach (Informationen: Firma Martini, Telefon: 06533 / 4385).

Belasteter Bodenaushub und Sande

Belasteter Bodenaushub und Sande sind natürlich gewachsene Materialien, die durch Störstoffe wie Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe, u. ä. verunreinigt wurden. Diese Stoffe beeinflussen den Boden oder auch das Grundwasser nachteilig. Die Entsorgungsgebühr am Entsorgungszentrum in Sehlem orientiert sich an der Art und Beschaffenheit des Materials und deren Schadstoffbelastung.

Belasteter Straßenaufbruch

Belasteter Straßenaufbruch ist z. B. teer- oder pechhaltiger Straßenaufbruch. Dieser fällt in der Regel beim Um- und Ausbau älterer Straßen an. Aufgrund der Schadstoffbelastung bestehen besondere Beseitigungsvorschriften. Eine Entsorgung im Entsorgungszentrum in Sehlem ist grundsätzlich möglich. Wenn die Möglichkeiten der Wiederverwertung z.B. über private Aufbereitungsfirmen nicht gegeben ist, kann in Abstimmung mit der Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH einer Deponierung zugestimmt werden.

Mineralisches Dämmmaterial 

Mineralisches Dämmmaterial besteht aus künstlichen Mineralfasern z. B. Glas- und Steinwolle. Sie werden in der Hauptsache als Dämmstoffe zur Wärme-, Kälte- und Schalldämmung im Hochbau eingesetzt. Wie alle Mineralfaserprodukte geben auch Dämmstoffe aus künstlichen Mineralfasern Feinstäube ab. Aus diesem Grunde sind bei der Anlieferung die Auflagen für asbesthaltige Abfälle einzuhalten.