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Modellprojekt „Förderung des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Rheinland-Pfalz (GDI-RP) auf kommunaler Ebene“ (2006-2007)

Im Sommer 2007 wurde das Modellprojekt "Förderung des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Rheinland-Pfalz (GDI-RP) auf kommunaler Ebene“ erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Projektbericht liegt nun ein umfassender Überblick zu kommunalen Anforderungen an Geodatenmanagement und Geodateninfrastrukturen vor.

Das Modellprojekt verfolgte zwei wesentliche Ziele:

  • Die systematische Zusammenstellung bestehender kommunaler Anforderungen an das Geodatenmanagement
  • Die Entwicklung von Lösungsansätzen zur Förderung des Aufbaus der Geodateninfrastruktur Rheinland-Pfalz auf kommunaler Ebene auf der Grundlage der zuvor erhobenen Anforderungen

In Anlehnung an die 3-Stufen Strategie des IMAGI auf Bundesebene (siehe Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode Drucksache 15/5834, S.9, Abschnitt IV.6 Umsetzung der 3-Stufen Strategie des IMAGI: Geodaten suchen, finden und nutzen) soll das vorgeschlagene Pilotprojekt in zwei Arbeitsphasen ablaufen:

Konzeptionelle Entwicklungsphase

Das Projekt beleuchtete zunächst die Ausgangsituation, die im Rahmen einer Analyse Möglichkeiten der Bereitstellung vorhandener Rauminformationen der Kommunen in Geowebdiensten untersucht und aufzeigt. Grundlage hierfür bildeten die im Projekt „Implementierung eines GIS bei den Kreisverwaltungen in Rheinland-Pfalz“ erarbeiteten sowie die aus der „Bestandsanalyse der Geodaten in Rheinland-Pfalz zur Implementierung einer GDIRP“ erhaltenen Ergebnisse. Im Hinblick auf einen dauerhaften Bereitstellungsprozess (Verbindung der inneren mit der äußeren Kommunikationsstruktur) war der erforderliche systemtechnische, innerorganisatorische Ablauf (Ist- und Sollzustand der abzubildenden Stränge) zu dokumentieren und die Voraussetzungen zur Einbindung der Datenbestände zu beschreiben. Im Gesamtprozess war die Erfassung der Metadatenbestände zu berücksichtigen.

Umsetzungsphase

Die zweite zentrale Komponente des Projektes war die Umsetzungsphase, in der die Geodatenbestände ausgewählter Bereiche exemplarisch in die Geodateninfrastruktur eingebunden wurden. Die aufgezeigten Strukturen und technischen Abläufe wurden umgesetzt und die erzeugbaren Mehrwerte anhand der Beispiele konkret aufgezeigt. Der mit der Visualisierung durch Geowebdienste und der umfassenden Vernetzung aller Daten verbundene Gewinn wurde durch Einbindung der teilnehmenden Organisationseinheiten praktisch veranschaulicht.

Aus der Projektstudie und dem Umsetzungsteil resultierende Handlungsempfehlungen zeigten den Kommunen die Möglichkeiten und Vorgehensweise der weiteren Erschließung kommunaler Datenbestände. Das Projekt sollte die Einbindung raumbezogener Daten in die Geodateninfrastruktur Rheinland-Pfalz fördern und hierdurch Mehrwerte sichern.

Beachtet wurden die Entwicklungen in den laufenden E-Government Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen (Deutschland-Online), um die den Aufbau der rheinland-pfälzischen Geodateninfrastruktur kompatibel zu E-Government Lösungen zu halten. So weit bis jetzt operationell vorhanden, wurden auch die europäischen Entwicklungen (INSPIRE) in der zu entwickelnden Konzeption berücksichtigt.

Das Modellprojekt beschränkte sich jedoch nicht nur darauf, Anforderungen zu sammeln und systematisch zusammenzustellen, sondern auch Lösungsansätze für einen optimierten Geodatenaustausch sowie eine effektivere interkommunale Zusammenarbeit aufzuzeigen.

Es baute zu großen Teilen auf den Ergebnissen vergangener Projekte und Studien auf, im Wesentlichen das Pilotprojekt des Landkreistags "Implementierung von Geoinformationssystemen bei den Kreisverwaltungen in Rheinland-Pfalz" sowie die "Bestandsanalyse der Geodaten in Rheinland-Pfalz zur Implementierung einer GDI-RP" (Anfang 2006 im Vorfeld des Ausbaus des rheinland-pfälzischen Geoportals im Auftrag des Landes durchgeführt).

Wo bislang keine genauen Aussagen vorlagen, wurden zusätzliche Erhebungen in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe, der AG 'Geo-Com' durchgeführt. In der AG sind Akteure aus dem kommunalen Umfeld vertreten, neben Landkreisen, Verbands- und Ortsgemeinden unter anderem auch Vertreter der Privatwirtschaft (Planungsbüros, Ver- und Entsorger).

Die Aktivitäten des Modellprojekts konzentrierten sich schwerpunktmäßig auf die Optimierung des Geodatenaustauschs als Grundlage für eine bessere Integration kommunaler Daten in die GDI-RP.

Ergebnisse:

Der Projektbericht vermittelt ein Bild der gegenwärtigen Probleme und Anforderungen der kommunalen Ebene im Geodatenmanagement. Darauf aufbauend werden Lösungsansätze dargestellt, die Wege zu einer reibungsloseren interkommunalen Zusammenarbeit im Geo-Bereich aufzeigen. Damit soll die weitere Erschließung kommunaler Geodaten und die Anbindung an die Geodateninfrastruktur Rheinland-Pfalz vorangetrieben werden.

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Exemplarische Analyse kommunaler Verwaltungsabläufe (Bauleitplanverfahren, Gewässerentwicklung) und Ableitung eines abstrahierten Ablaufmodells mit allgemeingültigen Aussagen zur Verfahrensoptimierung.
  • Zusammenstellung typischer Probleme beim Geodatenaustausch mit Lösungsansätzen.
  • Bewertung der technischen Möglichkeiten des GeoPortal.rlp im Spiegel kommunaler Anforderungen.
  • Konzept für einen reibungsloseren Austausch von Bauleitplänen als Grundlage für die Bereitstellung über die GDI-RP.