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Koordinationsstelle Flüchtlingshilfe entwickelt sich zur Kommunalen Bildungskoordination für Neuzugewanderte

Montag, 06. Februar 2017
 

In einer Anwenderschulung wurden Computer zur Verfügung gestellt, mit denen Neuzugewanderte darin unterstützt werden, selbstständig die deutsche Sprache zu erlernen.

Nachdem in den beiden zurückliegenden Jahren primär Strukturen zur Unterbringung und Versorgung für geflüchtete Menschen aufzubauen waren, gilt es nun, die soziale und berufliche Integration zu gestalten. Bei der Umsetzung dieser Aufgaben wird der Landkreis Bernkastel-Wittlich durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Bundesprogramms Kommunale Bildungskoordination für Neuzugewanderte gefördert.

Neuzugewanderte sollen zeitnah und transparent gesamtgesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten aufgezeigt bekommen. Um dieses Ziel umzusetzen, ist es eine Aufgabe der Kommunalen Bildungskoordination für Neuzugewanderte, Bedarfe zu identifizieren, mit den bestehenden Angeboten abzugleichen und Bildungsanbieter zusammenzubringen. Dieser Stelle kann dabei die Rolle einer Multiplikatorin und Mittlerin zukommen. Runde Tische, Netzwerktreffen in den verschiedenen Verbandsgemeinden, Arbeitsgemeinschaften im Ehren- oder Hauptamt bilden dazu die Basis der Zusammenarbeit. Neben den Akteuren in der allgemeinen, formalen Bildungslandschaft sind auch Anbieter von Bildungsangeboten im außerschulischen Bereich wichtige Ansprechpartner.

Transparenz über die vorhandenen Angebote entlang der gesamten Bildungsbiographie herzustellen und die Bereitstellung dieser Informationen sind zentrale Aufgaben von Silke Meyer. Sie kann zu diesem Zweck auf die gewachsenen Strukturen aufbauen, die im Rahmen der Koordinationsstelle für Flüchtlingshilfe entstanden.

Einen elementaren Faktor zur Integration in eine Gesellschaft bildet Sprachkompetenz. Für neuzugewanderte Menschen bestehen entlang der Bildungskette Kindertagesstätte und Schule auch in einem Integrationskurs, einem Sprachkurs der Volkshochschule oder im ehrenamtlichen Deutschkurs vielfältige Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu erlernen. Um die außerschulischen Angebote auch weiterhin zu ermöglichen sowie zu verzahnen, wird das Sprachförderprogramm des Landkreises fortgeführt und durch neue Projekte ergänzt. Das Projekt „Deutschlernern und Integration mit dem Chromebook“ wurde zu diesem Zweck entwickelt. Im Rahmen einer Anwenderschulung, an der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen (Schule, Jugendhilfe, ehrenamtliche Netzwerke) aus dem gesamten Landkreis teilnahmen, wurden technische Geräte zur Verfügung gestellt, mit denen Neuzugewanderte darin unterstützt werde, selbstständig die deutsche Sprache zu erlernen. Begleitet wird das Projekt durch Reinhard Litzenburger aus Kleinich, der im Ehrenamt tätig ist und Christina Geibel vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Bernkastel-Wittlich.

Wichtig ist es für die Kommunale Bildungskoordinatorin von Beginn an, innerhalb der Behörde und darüber hinaus mit denen zusammenzuarbeiten, die sich schon über Jahre hinweg mit dem Themenfeld Integration beschäftigen. Zum Beispiel verfügen Kollegen in der Migrationsberatung oft über fundierte Erfahrungen. Sie haben neben den Behörden enge Kontakte zu Neuzugewanderten, die mit allen Alltagsthemen in die Beratung kommen. Das neue Netzwerk der Migrations- und Integrationsberaterinnen trifft sich regelmäßig um das jeweilige Beratungshandeln miteinander abzustimmen. Eine Übersicht mit Kontaktdaten, Beratungsterminen und –orte der hauptamtlichen Beraterinnen im Landkreis kann zur Verfügung gestellt werden. Wenden sie sich an Silke Meyer, 06571 14-2226, E-Mail: silke.meyer@bernklastel-wittlich.de