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Traumatische Erfahrungen von Pflegekindern

Montag, 20. März 2017
 

Pflegeeltern aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich verfolgten den Vortrag von Diplom-Sozialpädagogin Annette Bahner zum Thema „Traumatische Erfahrungen von Pflegekindern“. „Schätzungsweise vier von fünf Kindern durchleben“, so die Fachreferentin, „vor der Unterbringung in eine Pflegefamilie traumatische Erfahrungen wie zum Beispiel körperliche und/oder emotionale Misshandlung oder Vernachlässigung, Beziehungsabbrüche oder häufiger Bezugspersonenwechsel. Diese drücken sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen aus, wie beispielsweise Leistungsknicks, sozialer Rückzug oder Interessenverlust. Traumatisierten Kindern fällt es oftmals schwer, sich auf das neue Bindungsangebot der Pflegeeltern einzulassen, denn ihnen fehlt vielfach das Gefühl der Sicherheit in Beziehungen.“ Diplompädagogin Julia Kern, die im Deutschen Kinderschutzbund Bernkastel-Wittlich Pflegefamilien des Landkreises betreut, weiß dass Pflegefamilien hier einen wertvollen Beitrag leisten. Im besonders geschützten familiären Rahmen können Kinder ihre Erfahrungen verarbeiten. Mit viel Geduld und liebevoller Fürsorge macht das Kind bei Pflegeeltern die Erfahrung, mit all seinen Gefühlen akzeptiert zu werden. In einer sicheren und geborgenen Atmosphäre darf das Kind auch mal traurig oder wütend sein. Es wird darin unterstützt die eigenen Gefühlszustände wahrzunehmen und auszudrücken. Die Kinder fassen neuen Lebensmut.

Der Pflegekinderdienst sucht laufend Paare, die sich vorstellen können für diese Kinder ein liebevolles und geborgenes Zuhause zu bieten. Die Qualifizierung und Begleitung der Pflegeeltern erfolgt in Kooperation mit dem Landkreis Bernkastel-Wittlich. Julia Kern,  berät unverbindlich zu diesem Thema, Tel.: 06571 969262, E-Mail: pflegekinderdienst@dksb-wittlich.de.