Wo finde ich Kontakt zu Selbsthilfegruppen?
Betroffene und Angehörige schließen sich in Selbsthilfegruppen und Vereinen zusammen, um sich gegenseitig Rat, Hilfe und Unterstützung zu geben. So gern Sie auch für Ihren Familienangehörigen sorgen, manchmal geht diese Aufgabe an die Grenzen Ihrer Kräfte. Viele pflegende Angehörige machen diese Erfahrung und finden sich deshalb in Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu informieren und Mut zu machen. Sie wollen die Herausforderung „Angehörigenpflege“ bewältigen, ohne sich selbst aufzugeben. Die Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bestehen für unterschiedliche Zielgruppen und Interessen. So befassen sich einige Gruppen speziell mit der Pflege von Menschen, die an einer bestimmten Krankheit leiden, z.B. Demenz, Parkinson oder an den Folgen eines Schlaganfalls.
Sinn der Selbsthilfegruppen
In einem Gesprächskreis für pflegende Angehörige treffen Sie andere Betroffene, die Ihre Situation kennen und verstehen, denn sie sind in einer ähnlichen Lage. Hier bietet sich die Möglichkeit zum persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch und Finden gemeinsamer Lösungen für Probleme. Das gesellige Miteinander und die erlebte Solidarität bieten einen Ausgleich für die häusliche Belastung. Jeder kann über sein Anliegen sprechen oder einfach nur zuhören.
Mögliche Gesprächsthemen der Selbsthilfegruppen
- Wie formuliere ich meine Freizeitwünsche und setze sie durch?
- Wen und wie kann ich um Hilfe bitten?
- Wie erhalte ich langjährige Kontakte?
- Wie gehe ich mit Aggressionen und Ungeduld gegenüber dem Pflegebedürftigen um, wie mit Stress?
- Was kann ich tun, um meine Lebensqualität zu erhalten und gestalten?
Des Weiteren gibt es hier Informationen über Hilfen unseres Gesundheitssystems bei Pflegebedürftigkeit und Tipps zur Erleichterung der Pflege. Sie erfahren, was Sie für die eigene Gesundheitsvorsorge, aber auch für die des Pflegebedürftigen tun können. Eingeladene Referenten können über wichtige Themen, wie Demenzerkrankung, Informationen an Sie weitergeben. Auch praktische Hilfen, wie Notrufsysteme, Hilfsmittel etc., werden vorgestellt.
Organisation der Selbsthilfegruppen
Die Teilnahme an den Selbsthilfegruppen ist in der Regel kostenlos und für alle Betroffene offen. Die Treffen finden meist ein- bis zweimal monatlich statt und dauern bis zu 2 Stunden. Die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht. Nichts, was erzählt wird, wird außerhalb des Gruppenraums bekannt.
Kontaktadresse: Selbsthilfegruppen
- SEKIS
Selbsthilfe Kontakt- und
Informationsstelle e.V. Trier
Christophstr. 1
54290 Trier
Tel. 0651 141180
Fax 0651 9917688
E-Mail Kontakt@sekis-trier.de
Internet: http://www.sekis-trier.de/ - Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich
Fachbereich Soziale Hilfen
Kurfürstenstr. 16
54516 Wittlich
Tel.: 06571 14237
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