Kontakt

Wildvogelpflegestation Kirchwald e.V.
Auf Dilchenrath 2
56729 Kirchgeld
Tel.: 02651/3971
stationsleitung@wildvogel-pflegestation-kirchwald.org

Wildtierzentrum Trier-Saarburg
Wolfgang Klotzbücher
Engelbach 1
54439 Saarburg
Tel.: 06581/996094

 

Kontakt

Stephan von St. Vith
Tel.: 06571/14-2316
Fax: 06571/14-42316
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Romina Jakobs
Tel.: 06571/14-2480
Fax: 06571/14-42480
E-Mail

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Vogelpflegestation

Wohin mit kranken, verletzten oder hilflos aufgefundenen Wildvögeln?

Diese Wildvögel können Sie in den nebenstehenden Wildvogelpflegestationen abgeben. Die Vögel werden dort fachgerecht versorgt mit dem Ziel, sie so schnell wie möglich wieder in die Freiheit entlassen zu können.

Für die Aufzucht von kleinen Singvögeln fehlen die entsprechenden Pflegekapazitäten. Nur in Ausnahmefällen (unbedingt vorher telefonisch abklären) können verletzte Exemplare sonstiger Arten aufgenommen und gepflegt werden. 

Was ist zu beachten?

Sehen Sie sich den gefundenen Vogel erst einmal genau an:

Bei Jungvögeln:

  • Wie weit ist er schon entwickelt?
  • Ist er noch nackt oder besitzt er schon ein ausgeprägtes Gefieder?
  • Kann er laufen?
  • Sieht er unterernährt aus?
  • Verlangt er nach Futter? Oder ist er schon zu schwach, um nach Futter zu betteln?

Besonders wichtig:
Ist er wirklich verlassen oder füttern ihn die Altvögel noch?

In den meisten Fällen handelt es sich bei solchen scheinbar hilflosen Tieren nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die auf dem Boden sitzend durch Bettelrufe mit ihren Eltern in Verbindung stehen und noch gefüttert werden.

Auch Eulen verlassen oftmals als halbgroße Jungvögel die zu eng gewordene Brutstätte und sitzen bis zur Flugfähigkeit als „Ästlinge“ im bodennahen Strauchwerk. Solange menschliche Beobachter sich in der Nähe der Jungtiere aufhalten, kehren die Altvögel nicht zu diesen zurück. Daher solche kräftig wirkende „Scheinwaisen“ am besten in Ruhe lassen oder erforderlichenfalls an einen geschützten Ort, wie etwa eine Hecke umsetzen. Noch nackte Jungvögel sollten möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Vögel stören sich im Gegensatz zu manchen Säugetieren nicht am menschlichen Geruch. Jungvögel werden daher auch nach dem Umsetzen wieder von den Alttieren angenommen und versorgt.

Bei ausgewachsenen Vögeln:

  • Ist er verletzt? Hängt sein Flügel?
  • Hält er den Kopf unnatürlich schief?
  • Kann er laufen?

Wenn Sie sich nun nach genauer Betrachtung des Vogels dafür entscheiden, ihn in eine Pflegestation zu bringen, so sollten Sie dies unverzüglich tun.

Vorsicht beim Transport:

  • Beim Anfassen großer Vögel droht Verletzungsgefahr, z.B. durch Schnabel und Greiffüße von Greifvögeln und Eulen. Daher immer vom Gesicht fernhalten, Handschuhe tragen und, wenn möglich, zum Einfangen eine Decke oder ähnliches benutzen. Vögel verhalten sich ruhig, wenn sie zugedeckt sind.
  • Den verletzten Vogel in einen mit Luftlöchern versehenen Pappkarton mit rutschfester Unterlage (Handtuch, Decke) setzen.
  • Anschließend so schnell wie möglich in die nächste Pflegestation bringen. Je schneller das verletzte Tier in Behandlung kommt, desto größer sind die Überlebenschancen.

Auf keinen Fall sollten Sie:

  • Medikamente verabreichen.
  • Zwangsernähren und Wasser einflößen; es droht Erstickungsgefahr.
  • Den gefundenen Vogel herumzeigen, denn jeder zusätzliche Stress kann für das Tier tödlich sein.