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Erzeugerpreise für Entschädigungen von Wildschäden

Regelung der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte im Erntejahr 2016

Nachstehend die empfohlenen Erzeugerpreise für die Verrechnung der anstehenden Entschädigung der Wildschäden. Ein Abzug von Werbungskosten ist nur bei Totalschäden möglich. Die Preise werden einschließlich Mehrwertsteuer ausgewiesen. Bei den eingesetzten Preisen handelt es sich um Durchschnittswerte während der Ernte, die in den Monaten September/Oktober 2016 von der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland e.G. Lagerhaus Wittlich - als Erzeugerpreise gezahlt wurden. Die Ermittlung der Preise erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bauern- und Winzerverband Bernkastel-Wittlich, der Landwirtschaftskammer, dem Kreisjagdmeister, dem Landesjagdverband, der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland e.G.-Lagerhaus Wittlich - und der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich - Untere Landwirtschaftsbehörde -.

Futterweizen 15,00 €/100 kg

Brotweizen 15,50 €/100 kg

(Sommer- u. Winterweizen)

A-Weizen  16,00 €/100 kg

E-Weizen 18,50 €/100 kg

Roggen 13,00 €/100 kg

Triticale 13,00 €/100 kg

Braugerste 19,00 €/100 kg

Futtergerste 13,00 €/100 kg

Hafer 13,00 €/100 kg

Raps 38,00 €/100 kg

Futtererbsen 18,50 €/100 kg

Roggen-,Weizen-,Gersten-, Haferstroh (lose) 10,00 €/100 kg

Futterrüben 4,30 €/100 kg

Zuckerüben 4,00 €/100 kg

Mais (Silomais)

(32% TS-Gehalt)  

300 dt/ha = 0,11 EUR/qm

400 dt/ha = 0,15 EUR/qm

500 dt/ha = 0,19 EUR/qm

 600 dt/ha = 0,22 EUR/qm

 650 dt/ha = 0,24 EUR/qm

Speisekartoffeln 74,00 €/100 kg

Die Entschädigung bei Grassamenvermehrung erfolgt nach Abrechnungspreis.

Aufgrund der veränderten Marktsituation werden oft schon Erzeugnisse vorab über abgeschlossene Vermarktungsverträge verkauft. In diesen Fällen ist im Einzelfall der erzielte höhere Erzeugerpreis und gegebenenfalls die tatsächlich entstandenen Beschaffungskosten vom Geschädigten nachzuweisen. Dies gilt auch für Wildschäden an Produkten aus biologischem Anbau und für in der Liste nicht aufgeführte Produktarten.

Bei Schäden an Grünlandflächen können die Richtlinien der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz zur Ermittlung von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 vom 07. September 2016 zu Grunde gelegt werden.

Der Prozentsatz bei Speisekartoffeln, um wie viel Handelsware und um wie viel Futterware es sich handelt, ist von Fall zu Fall verschieden. Es wird daher empfohlen, dass diese Feststellungen von den Wildschadensschätzern individuell getroffen werden. Als Anhaltspunkt kann nach den von hier angestellten Ermittlungen jedoch gesagt werden, dass bei der Ernte 2016 bei Speisekartoffeln sowie bei Wirtschaftskartoffeln der Anteil der Handelsware etwa 90 Prozent und der Anteil der Futterware 10 Prozent beträgt.

Der festgesetzte Kartoffelpreis ist auf die besondere Situation in der hiesigen Region zurückzuführen und stellt somit einen tatsächlichen Marktpreis im Direktverkauf dar. Die Kartoffelbauern bauen lediglich für den Eigenbedarf und für die Direktvermarktung an. Über diesen Bedarf hinaus werden im Landkreis kaum Kartoffeln angebaut. Hieraus ist der erhöhte Preis im Gegensatz zum Preis in den sonstigen klassischen Kartoffelanbaugebieten zu erklären.