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Margerite mit Blutströpfchen (Foto: Gerd Ostermann)

Mit dem Entwicklungsprogramm Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft (EULLa) bietet das Land Rheinland-Pfalz Fördermöglichkeiten im Bereich Landwirtschaft und Naturschutz an. Mithilfe der Vertragsnaturschutzprogramme im EULLa gibt es sowohl für Landwirte und Winzer als auch für Nichtlandwirte die Möglichkeit, ihren Beitrag zu einer extensiven Landnutzung und damit zum Erhalt von Artenvielfalt (= Biodiversität) beizutragen. Momentan nehmen etwa 200 Landwirte mit etwa 900 ha an Vertragsnaturschutzprogrammen teil.

Gerade im Moselbereich und auf den angrenzenden Höhenlagen gibt es noch weitere blumenbunte Heuwiesen, die geeignet sind für den Vertragsnaturschutz. Des Weiteren gibt es in Eifel und Hunsrück zahlreiche Bachtäler, die extensiv als Weiden oder Mähwiesen genutzt werden und ein entsprechendes Artenpotenzial an Gräsern und Kräutern bieten.

Die Flächen müssen geeignet sein und werden von der Naturschutzberaterin des Kreises Susanne Venz begutachtet. Es können Einzelflächen beantragt werden. Sind die Flächen geeignet, verpflichtet sich der Bewirtschafter, Grünland, Streuobstwiesen oder Ackerrandstreifen beispielsweise ohne Düngung und ohne Pflanzenschutz zu bewirtschaften. Beim Kennarten-Programm im Grünland schaut der Landwirt selbst, dass der Artenreichtum seiner Fläche (anhand von insgesamt 36 gut erkennbaren Blütenpflanzen des Grünlandes) erhalten bleibt. Und beim Lebensraum Acker geht es hauptsächlich darum, dass Tieren wie Feldlerche, Wachtel, Rebhuhn und Feldhase mehr Lebensraum zur Verfügung steht. Die Pflege von Weinbergsbrachen in Steillagen kann ebenfalls gefördert werden.

Für diese extensive Nutzung gibt eine finanzielle Förderung, die den Minderertrag beziehungsweise den Aufwand ausgleicht. Ausgleichsflächen können nicht gefördert werden. Die Programme sind zum Teil kombinierbar. Weiteres dazu steht auf www.agrarumwelt.rlp.de und www.eler-eulle.rlp.de. Dort gibt es auch die Antragsunterlagen, die bei Interesse rechtzeitig bei der Kreisverwaltung abzugeben sind. Bis einschließlich 19. Juli 2019 ist das Antragsverfahren noch für alle EULLa-Programme geöffnet. Bei Fragen wenden Interessierte sich an die Naturschutzberaterin Susanne Venz (Tel.: 06597 2022, E-Mail: susanne.venz[at]b-n-l.de) oder Rainer Neukirch, Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Tel.:  06571 142393, E-Mail: rainer.neukirch[at]bernkastel-wittlich.de.