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Dank einer Kooperation zwischen der Stadt- und Kreisergänzungsbücherei Wittlich und der Clara-Viebig-Realschule plus in Wittlich durften die Schüler der fünften und sechsten Klassen eine ganz besondere Unterrichtsstunde erleben. Autor Franjo Terhart besuchte die Schule und ließ in seiner Lesung Geschichte lebendig werden. Das Metier des ehemaligen Gymnasiallehrers vom Niederrhein sind historische Kriminalromane, die überwiegend in der Römerzeit angesiedelt sind.

So präsentierte er den Schülern zunächst einen Auszug aus seinem Krimi „Die Augen der Hydra“, in dem vier Kinder versuchen, ihren entführten Lehrer zu befreien. Gebannt verfolgten die Zuhörer die spannende Geschichte und erfuhren ganz nebenbei, dass die Schüler in der damaligen Zeit mangels eines Schulgebäudes in Geschäften unterrichtet wurden, der Schullalltag sich sonst aber gar nicht mal so sehr von ihrem unterschied.

In der Fragerunde erzählte Terhart, dass seine Bücher in zwanzig Sprachen übersetzt wurden und er sogar schon in einer chinesischen Schule gelesen hat. Schon seit dem fünften Schuljahr wollte er Schriftsteller werden und hängte dafür seinen sicheren Job als Lehrer an den Nagel, was er jedoch nie bereut hat. Die Kinder staunten nicht schlecht, als Terhart berichtete, dass ein Schriftsteller nur etwa zehn Prozent aus dem Verkauf seiner Bücher erhält und er für eine Pizza zehn Bücher verkaufen muss.

Mit im Gepäck hatte Terhart auch den Titel „Die magische Kartharermünze“, in dem der Junge Yannick in die Zeit Hannibals gelangt und mit dessen Heer über die Alpen zieht. Neben Magie und Spannung hatte der Roman auch viel Sachwissen zu bieten und ersetzte vielleicht sogar eine Geschichtsstunde. Zum Abschluss durften die jungen Zuhörer samt Lehrer noch ein kniffeliges, in der Geheimschrift „Cäsars Quadrat“ verfasstes, Rätsel lösen, was die Köpfe nochmals ordentlich zum Rauchen brachte.