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Eine Radfahrergruppe der Benefiz-Radler e.V. startete am Aktionstag „ Unser Tag für Afrika“ mit einem Pfiff von Landrätin Beate Läsch-Weber (links) auf ihren Rundkurs.

Eine Radfahrergruppe der Benefiz-Radler e.V. startete am Aktionstag „ Unser Tag für Afrika“ mit einem Pfiff von Landrätin Beate Läsch-Weber (links) auf ihren Rundkurs.

Gruppen aus Mali und Ruanda sorgten für eine tolle Stimmung in der Wittlicher Altstadt.

Gruppen aus Mali und Ruanda sorgten für eine tolle Stimmung in der Wittlicher Altstadt.

Das Netzwerk für Ruanda des Landkreises Bernkastel-Wittlich veranstaltete erstmals im Rahmen des Wittlicher Altstadtfestes einen Tag für Afrika, an dem sich engagierte Gruppen präsentierten. Landrätin Beate Läsch-Weber eröffnete mit Koordinator Dieter Burgard, MdL, sowie Bürgermeister Christoph Holkenbrink, Beigeordnetem Albert Klein, Dr. Yaghoub Khoschlessan vom Bündnis für Menschlichkeit und Zivilcourage sowie Karsten Mathar vom Verein Stadtmarketing Wittlich den Aktionstag „ Unser Tag für Afrika“ auf dem Marktplatz. Landrätin Läsch-Weber lobte den ehrenamtlichen Einsatz - teils über Jahrzehnte - für Afrika, wo die Not groß ist.

Die Radfahrergruppe der Benefiz-Radler e.V. startete mit einem Pfiff der Landrätin zunächst auf einen Rundkurs. Eine Ausstellung im Haus Well informierte über Aktivitäten des Fußballkreises Mosel und sein Patenheim in Gahanga (Ruanda), des Cusanus Gymnasiums zur Partnerschaft mit einer Schule in Rutare, des Bündnisses für Menschlichkeit und Zivilcourage, der Malihilfe und der neuen Gruppe zur Hilfe für Nigeria. Speisen und Produkte aus Kenia lockten ebenfalls interessierte Besucher. Im Eine-Welt-Laden in der Neustraße gab es besondere Angebote. Bruder Stephan Reimund Senge von der Abtei Himmerod informierte anschaulich über die Sudanhilfe und seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen im Sudan.

Musikalische Höhepunkte gab es durch Gruppen aus Mali und Ruanda, die für eine tolle Stimmung in der Wittlicher Altstadt sorgten. „ Es gelang, viele Afrika-Initiativen von Ehrenamtlichen vorzustellen, das Interesse zu wecken, Begegnungen zu ermöglichen und auch zu zeigen, was mit Einsatz Gutes für Afrika bewirkt wird“, so das positive Resümee von Dieter Burgard.

Am Vorabend führte die Schülervertretung des Cusanus Gymnasiums mit Unterstützung des Netzwerkes und des Bündnisses für Menschlichkeit und Zivilcourage ein Rockkonzert „Rock for Rwanda“ im Haus der Jugend zu Gunsten der Partnerschule durch und erlöste über 1300 Euro. Wenige Tage später gab es von rund 800 Schülerinnen und Schülern einen Solidaritätsmarsch für die ruandesische Partnerschule, der über 7300 Euro Spenden erlöste. Das Peter Wust Gymnasium (PWG) Wittlich engagierte sich auch kurz vor den Ferien am Aktionstag „Tagwerk“ für Afrika. Aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens trafen sich 800 Schüler des Peter-Wust-Gymnasium unter dem Motto „Wir bleiben in Bewegung“ im Wittlicher Stadion. Laufen, Springen, Werfen, Staffellauf und Fußballspiele ließen sich die Schüler sponsern, um ihr Witwen- und Waisenprojekt in Ruanda zu fördern. Alle Klassen des PWG beteiligten sich, Eltern und Sponsoren engagierten sich bis in die Nacht und konnten sich über  rund 6000 Euro für ihr Ruanda-Projekt, wo 35 Waisenkinder betreut werden, freuen. Eine weitere Schule in Kreisträgerschaft, die Sophie-Scholl-Realschule Morbach, engagierte sich erfolgreich zum wiederholten Male für Afrika mit einem Aktionstag.

Rund 54 000 Schülerinnen und Schüler aus 183 rheinland-pfälzischen Schulen ließen am bundesweiten Aktionstag und Höhepunkt der Kampagne Aktion Tagwerk – „dein Tag für Afrika“ 2008 ihre Schultaschen und Schulbücher zuhause. Sie gingen arbeiten und spendeten ihren Lohn von rund 450 000 Euro an Bildungsprojekte der Aktion Tagwerk in Afrika.