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Das Antragsverfahren für die Pflanzperiode 2007/2008 ist wieder eröffnet. Das Antragsverfahren beginnt am Montag, dem 17. Dezember 2007 und endet am Donnerstag, dem 31. Januar 2008. Antragsteller mit Betriebssitz im Landkreis Bernkastel-Wittlich müssen die Anträge bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Kurfürstenstraße 16, 54516 Wittlich, stellen.

Gefördert werden kann die Wiederanpflanzung von Weinbergsflächen mit ausgewählten Rot- und Weißweinsorten im Pflanzjahr 2008, wenn eine moderne Drahtrahmenanlage mit entsprechenden Zeilenbreiten erstellt wird. Die Mindestfläche je Bewirtschaftungseinheit in Flachlagen wird für das Pflanzjahr 2008 auf nur 10 Ar reduziert. Die Mindestgröße je Bewirtschaftungseinheit in Steillagen beträgt 5 Ar.
Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen förderfähig:

  1. Rebsortenumstellung in Flach-, Steil- und Steilstlagen unter Verwendung von Wiederbepflanzungsrechten durch Erstellung einer modernen Drahtrahmenanlage (Maßnahme 3 und 4).
     Diese Maßnahmen können nur beantragt werden, wenn eine Rebsortenumstellung erfolgt oder die beantragten Flächen zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mit Reben bestockt waren. Voraussetzung ist, dass die Fläche weinbauwürdig ist und Pflanzrechte über die Pflanzgröße vorhanden sind.
  2. Vergrößerung der Zeilenbreite in Flach-, Steil- und Steilstlagen in Verbindung mit Rodung und Wiederanpflanzung der gleichen Rebsorte (Maßnahmen 7 u. 8).
     Die Vergrößerung der Zeilenbreite um mindestens 5 cm auf Mindestzeilenbreiten von 2,00 m und mehr in Flachlagen (2,40 m bei Maßnahme 11) sowie von 1,80 m und mehr in Steillagen und bei Drahtrahmenerziehung beinhaltet eine Strukturverbesserung und ist demzufolge förderfähig. Innerhalb dieser Maßnahme kann auch die Wiederanpflanzung von Rebflächen in Steillagen als Drahtrahmenerziehung quer zum Hang gefördert werden. Hier ist zu unterscheiden in:
     a) Querterrassierung mit Fahrterrassen
     b) Laufterrassen
  3. Änderung der Erziehungsart in Flach-, Steil- und Steilstlagen in Verbindung mit Rodung (Maßnahmen 9 und 10).
     Eine Verbesserung der Rebflächenbewirtschaftungstechnik wird durch Wechsel der Erziehungsart von der traditionellen Mosel-Pfahlerziehung zur Drahtrahmenerziehung erreicht.
  4. Rebsortenumstellung mit Wiederbepflanzungsrechten in Verbindung mit     Umkehrerziehung –Eindrahterziehung- (Maßnahme 11).
    Diese Erziehungsart erfordert eine Mindestzeilenbreite von 2,40 m.
  5. Änderung der Bewirtschaftungstechnik durch Umstellung von Pfahlerziehung auf Drahtrahmen-, Vertiko- oder Trierer-Rad-Erziehung bei Rodung jeder zweiten Zeile in Steillagen (Maßnahme 16).
    Von den Rebflächen in Falllinie unter 1,60 m Zeilenbreite in Steillagen können jüngere Anlagen durch Änderung der Erziehungsart und gleichzeitiger Standweitenänderung durch Entfernen von Zwischenzeilen auf eine Bewirtschaftung mit Direktzugtechnik oder Steillagenmechanisierungssystem umgestellt werden.
  6. Verbesserung der Bewirtschaftung von Steil-, Steilstlagen durch Schaffung deutlich größerer Bewirtschaftungseinheiten als moderne Drahtrahmenanlagen sowohl in als auch außerhalb von Bodenordnungsverfahren (Maßnahme 22 oder 24)
    Die Verbesserung wird durch die wesentlich größeren Bewirtschaftungseinheiten erreicht. Gleichzeitig wird die Erhaltung von wertvollen Steillagenflächen gefördert und damit auch der Ausbreitung von Rebenkrankheiten und Schädlingen entgegengewirkt.
  7. Verbesserung der Bewirtschaftung von Wiederbepflanzungsflächen nach durchgeführter Bodenordnung (Maßnahmen 19, 20 und 22) und Reduzierung des Ertragspotenzials in Flachlagen sowie Steil- und Steilstlagen durch Erstellung einer modernen Rebanlage.

Förderfähig sind Wiederanpflanzungen (Erstellung einer neuen Rebanlage mit Drahtrahmenerziehung in Flach- und Steillagen oder einer neuen Rebanlage auch mit anderer Erziehungsform in Steilstlagen) nur auf solchen Flächen, die im Flurbereinigungsplan als Weinbauflächen ausgewiesen sind oder sich aus der Mitteilung der vorläufigen Besitzeinweisung als solche ergeben. Förderfähig sind nur die für das Land Rheinland-Pfalz zum Zeitpunkt der Antragstellung klassifizierten Rebsorten so wie Rebsorten in genehmigten Anbaueignungsversuchen.

Winzer, die bereits bei der Kreisverwaltung ihr Interesse an der Teilnahme am Förderprogramm bekundet haben, erhalten die Antragsunterlagen bis zum 15. Dezember zugesandt. Wer bis zu diesem Termin keine Unterlagen erhalten hat wird gebeten, die Antragsunterlagen bei der Kreisverwaltung anzufordern. In diesem Fall oder bei Fragen zum Antragsverfahren, wenden sich Interessierte bitte an die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, 54516 Wittlich, Edmund Hohns, Tel.: 06571/14417; Fax: 06571/940417, E-Mail: Edmund.Hohns[at]Bernkastel-Wittlich.de).