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Das Antragsverfahren für die Pflanzperiode 2006/2007 ist wieder eröffnet. Die Anträge müssen bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich in Wittlich gestellt werden. Das Antragsverfahren endet am Montag, dem 31. Juli 2006. Später eingehende Anträge können für die Pflanzperiode 2006/2007 nicht mehr berücksichtigt werden. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen förderfähig:

1. Rebsortenumstellung in Flach-, Steil- und Steilstlagen unter Verwendung von Wiederbepflanzungsrechten durch Erstellung einer modernen Drahtrahmenanlage (Maßnahme 3 und 4).
Diese Maßnahmen können nur beantragt werden, wenn eine Rebsortenumstellung erfolgt oder die beantragten Flächen zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mit Reben bestockt waren. Voraussetzung ist, dass die Fläche weinbauwürdig ist und Pflanzrechte über die Pflanzgröße vorhanden sind.

2. Vergrößerung der Zeilenbreite in Flach-, Steil- und Steilstlagen in Verbindung mit Rodung und Wiederanpflanzung der gleichen Rebsorte (Maßnahmen 7 u. 8).
Die Vergrößerung der Zeilenbreite um mindestens 5 cm auf Mindestzeilenbreiten von 2,00 m und mehr in Flachlagen sowie von 1,80 m und mehr in Steillagen und bei Drahtrahmenerziehung beinhaltet eine Strukturverbesserung und ist demzufolge förderfähig. Innerhalb dieser Maßnahme kann auch die Wiederanpflanzung von Rebflächen in Steillagen als Drahtrahmenerziehung quer zum Hang gefördert werden. Hier ist zu unterscheiden in Querterrassierung mit Fahrterrassen und Laufterrassen

3. Änderung der Erziehungsart in Flach-, Steil- und Steilstlagen in Verbindung mit Rodung (Maßnahmen 9 und 10).
Eine Verbesserung der Rebflächenbewirtschaftungstechnik wird durch Wechsel der Erziehungsart von der traditionellen Mosel-Pfahlerziehung zur Drahtrahmenerziehung erreicht.

4. Änderung der Bewirtschaftungstechnik durch Umstellung von Pfahlerziehung auf Drahtrahmen-, Vertiko- oder Trierer-Rad-Erziehung bei Rodung jeder zweiten Zeile in Steillagen (Maßnahme 16).
Von den Rebflächen in Falllinie unter 1,60 m Zeilenbreite in Steillagen können jüngere Anlagen durch Änderung der Erziehungsart und gleichzeitiger Standweitenänderung durch Entfernen von Zwischenzeilen auf eine Bewirtschaftung mit Direktzugtechnik oder Steillagenmechanisierungssystem umgestellt werden.

5. Verbesserung der Bewirtschaftung von Steil-, Steilstlagen durch Schaffung deutlich größerer Bewirtschaftungseinheiten als moderne Drahtrahmenanlagen sowohl in als auch außerhalb von Bodenordnungsverfahren (Maßnahme 22 oder 24)
Die Verbesserung wird durch die wesentlich größeren Bewirtschaftungseinheiten erreicht. Gleichzeitig wird die Erhaltung von wertvollen Steillagenflächen gefördert und damit auch der Ausbreitung von Rebenkrankheiten und Schädlingen entgegengewirkt.

6. Verbesserung der Bewirtschaftung von Wiederbepflanzungsflächen nach durchgeführter Bodenordnung (Maßnahmen 19, 20 und 22) und Reduzierung des Ertragspotenzials in Flachlagen sowie Steil- und Steilstlagen durch Erstellung einer modernen Rebanlage.
Förderfähig sind Wiederanpflanzungen (Erstellung einer neuen Rebanlage mit Drahtrahmenerziehung in Flach- und Steillagen oder einer neuen Rebanlage auch mit anderer Erziehungsform in Steilstlagen) nur auf solchen Flächen, die im Flurbereinigungsplan als Weinbauflächen ausgewiesen sind oder sich aus der Mitteilung der vorläufigen Besitzeinweisung als solche ergeben. Förderfähig sind nur die für das Land Rheinland-Pfalz zum Zeitpunkt der Antragstellung klassifizierten Rebsorten so wie Rebsorten in genehmigten Anbaueignungsversuchen. Zulässig ist nur die Pflanzung von Pfropfreben außer Pfropfreben auf der Unterlage 26G auf allen rechtmäßig zu bestockenden Rebflächen.

Falls zum Antragsverfahren noch Fragen bestehen, geben (Edmund Hohns, Tel.: 06571/14417, E-Mail: Edmund.Hohns[at]Bernkastel-Wittlich.de beziehungsweise Paula Neukirch, Tel.: 06571/14309, E-Mail: Paula.Neukirch[at]Bernkastel-Wittlich.de gerne Auskunft.