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„Zeit zum Handeln – Wasserknappheit und Dürre“ -  unter dieses Motto haben die Vereinten Nationen in diesem Jahr den Weltwassertag am 22. März gestellt.
Insbesondere die jüngsten Untersuchungen zum Klimawandel haben gezeigt, dass dieses Thema nicht nur für die Entwicklungsländer sowie für Südosteuropa und den Mittelmeerraum von Bedeutung ist. Auch in unserer Region ist es nicht unwahrscheinlich, dass auf die Sommermonate bezogen Wasserknappheiten und Trockenperioden auftreten können. Daher sollten alle Möglichkeiten zum sparsamen Umgang mit Wasser und zum Schutz des Grundwassers nutzen, appelliert Ute Braun, Leiterin des Fachbereichs Umwelt bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich.

2004 betrug der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch pro Person und Tag 116 Liter (Quelle: Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft). In Haushalten, in denen die Wassersparmöglichkeiten - außer der Regenwassernutzung - ausgeschöpft werden, beträgt der durchschnittliche Verbrauch 95 Liter pro Person und Tag. Laut Umweltbundesamt können durch die zusätzliche Verwendung von Regenwasser in Garten und Haushalt fürs Wäschewaschen und Toilettenspülung zusätzlich circa 35 bis 40 Liter Trinkwasser pro Person und Tag durch Regenwasser ersetzt werden. Ob und wann eine Regenwassernutzungsanlage wirtschaftlich arbeitet, hängt von regionalen Aspekten ab. Waren es bisher meist ökologische Gründe, die zur Installation einer solchen Anlage bewegt haben, so werden in naher Zukunft aufgrund des Klimawandels ökonomische Gründe dazukommen. Die Wasser-/Abwasserwerke informieren über die technischen Voraussetzungen, die eine Regenwasseranlage unter anderem auch aus hygienischen Gründen erfüllen muss.

Die Pflanzen im Garten ziehen Regenwasser dem Leitungswasser vor. Es ist weicher, da weniger kalkhaltig, und wärmer. Es gilt, Regenwasser zu sammeln, um in trockenen Perioden die Pflanzen damit gießen zu können. Die Dachflächen von Wohnhäusern oder Garagen sind hervorragende Wassersammler. Von hier kann man das Regenwasser in Behälter ableiten und bevorraten. Für kleinere Gärten oder wenige Beete reichen oft ein paar Behälter. Viele erschlossene Grundstücke verfügen über eine Sickergrube, die sich gut zum Sammeln des Niederschlagwassers eignet. Man kann auch einen künstlichen Sickerschacht mit einer kleinen Pumpe anlegen. Neben ihrem praktischen Nutzen sind schöne Pumpen, Brunnen und Wasserbehälter dekorativ. Auskünfte zur Genehmigungspflicht gibt der Fachbereich Bauen der Kreisverwaltung.
Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser, einem kostbaren Gut, sollte uns allen eine Selbstverständlichkeit sein, mahnt Ute Braun. Verschwenderischer Verbrauch kostet nicht nur Geld, sondern belastet letztendlich auch die Umwelt, weil ein Teil des Trinkwassers der Landschaft künstlich entzogen wird.