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Anlässlich der Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) wurde die bereits seit längerem diskutierte Abfall- und Gebührensatzung beschlossen. Die Änderungen treten ab 2020 in Kraft. In den kommenden Wochen plant der A.R.T. eine Vielzahl an Informationsmaßnahmen, um seine Kunden über die anstehenden Änderungen zu informieren und bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Ob Briefporto, Busticket oder Stromrechnung – jeder sieht sich täglich mit steigenden Kosten konfrontiert. So auch der A.R.T. „Die Kosten der Verwertung von Restabfall sind in den letzten Jahren um 125% gestiegen.“ bestätigt die A.R.T.-Sprecherin Kirsten Kielholtz.  „Bisher konnten wir die Kostensteigerungen durch Effizienzsteigerungen, Einsparungen sowie den Verzehr von bestehenden Rücklagen auffangen. Diese Möglichkeiten sind nun ausgeschöpft.“ erklärt Kielholtz.

Auch der im Rahmen der Verbandsversammlung vorgestellte Jahresabschluss 2018 spricht eine deutliche Sprache. Er weist einen Verlust von 5 Millionen Euro für den Zweckverband aus.

Um den Kostensteigerungen entgegenzuwirken und künftig nach Möglichkeit wieder schwarze Zahlen zu schreiben, hat die Verbandsversammlung des A.R.T. bereits am 07.12.2017 beschlossen, in der Restabfallsammlung neue Wege zu gehen. „Durch die Reduzierung der Restabfallmengen können wir erheblich Kosten einsparen. Dies wiederum schlägt sich in den Gebühren für unsere Kunden nieder.“ so Kielholtz.

Die neue Jahresgrundgebühr beinhaltet 13 Leerungen, also halb so viele wie bisher. Dass die Kosten sich deshalb nicht halbieren erklärt sich, wenn man sich die darin enthaltenen Leistungen und Aufgaben des A.R.T. genauer ansieht. „Die Abfuhr von Rest-abfall ist zwar ein großer Baustein in der Grundgebühr, aber sicherlich nicht der einzige.“ erklärt Kielholtz. „Darin stecken auch die Abfuhr von Altpapier und Sperrabfall, die Verwertung der Restabfälle in der mechanisch-biologischen Trocknungsanlage, die Kosten für den Betrieb von Wertstoffhöfen und Grüngutsammelstellen, die äußerst kostspielige Sanierung von Deponien und Altlasten, ein vielseitiges Angebot an Abrufleistungen sowie die Verwaltung inklusive der Kommunikation mit den Kunden – um nur einige der wesentlichen Kostenpunkte zu nennen.“

Die Bereitstellung all dieser Leistungen ist mit Fixkosten verbunden – unabhängig davon, in welcher Intensität diese in Anspruch genommen werden. Mit den über die Grundgebühr gesicherten Einnahmen müssen auch die Grundkosten des Sammelsystems finanziert werden.

Die Gesamteinnahmen des A.R.T. bedürfen künftig einer Anpassung, um die laufenden Kosten zu decken. Ob deshalb die Kosten für den eigenen Haushalt steigen, kann jeder künftig durch Abfallvermeidung und Ressourcenschonung selbst beeinflussen. „Selbstverständlich sind wir als öffentlich-rechtlicher Entsorger unverändert bestrebt, unsere Leistungen möglichst günstig anzubieten. Wir nutzen modernste Technik um den Anteil der Abfälle, die verwertet werden können, möglichst hoch zu halten. So können Wertstoffe gerettet und Kosten für die Entsorgung eingespart werden.“ versichert Kielholtz „Da wir als Zweckverband keinerlei Gewinnabsicht verfolgen dürfen, sondern im Sinne der Bürger lediglich kostendeckend arbeiten, ist eine entsprechende Kalkulation auch die Basis der künftigen Abfallgebühren.

Die alles entscheidende Frage für viele Menschen ist jedoch: Wie hoch sind die Gebühren ab dem kommenden Jahr?

Nach dem endgültigen Beschluss der Abfall- und Gebührensatzung am 17.09.2019 startet ab sofort die Informationskampagne des A.R.T. Der Gebührenrechner auf www.art-trier.de/gebuehren und in der A.R.T. Service App bietet die Möglichkeit die Gebühren ab 2020 zu kalkulieren. Auch auf der Webseite www.art-trier.de/wirhabendiewahl gibt es eine Vielzahl an Informationen, Fragen auf die häufigsten Antworten und eine digitale Version des Gebührenrechners.

Wer gerne persönlich beraten werden möchte, kann sich ohne Terminvereinbarung bei den „A.R.T. vor Ort“ Terminen informieren. Zurzeit laufen die Beratungsgespräche in der Vulkaneifel, gefolgt von Bitburg-Prüm sowie Bernkastel-Wittlich. Ab Ende Oktober finden dann die Beratungstermine in der Stadt Trier und dem Landkreis-Trier Saarburg statt. Orte, Termine und Uhrzeiten werden rechtzeitig in den Kreisnachrichten veröffentlicht. Da die Entscheidung über die Größe des Behälters und die Leerungshäufigkeit vom Eigentümer beziehungsweise der Hausverwaltung getroffen wird, empfiehlt der A.R.T. allen Mietern, sich mit ihrem Vermieter in Verbindung zu setzen und gemeinsam eine Lösung für das kommende Jahr zu finden.

Um künftig noch flexibler erreichbar zu sein und den Kunden einen besseren Service bieten zu können, bietet der A.R.T. ab sofort eine Vielzahl an Leistungen in einer App an.

Von der Abfuhrerinnerung per Push-Nachricht über die Buchung von Sperrabfall auf Abruf bis zum Gebührenrechner für das Identsystem bietet die App viele Möglichkeiten. Die App ist sowohl für Android als auch für iPhone verfügbar und kann bequem im App Store heruntergeladen werden. „Wir sind überzeugt, unseren Kunden damit noch mehr Komfort und Service bieten zu können.“ versichert Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T.

Neben der Buchung von Abrufleistungen und der Nutzung des Gebührenrechners hilft die App ganz praktisch bei der täglichen Abfallentsorgung. Über eine Karte kann der Nutzer den nächstgelegenen Standort eines Biogutcontainers, der nächsten Ausgabestelle für Gelbe Säcke oder aber seine nächste Grüngutsammelstelle, einen Altglascontainer oder den nächsten A.R.T. Standort finden und sich per Navigation den kürzesten Weg anzeigen lassen. So wird die richtige Abfallentsorgung künftig noch komfortabler. Weitere Informationen zum Identsystem und den zukünftigen Gebühren gibt es auf www.art-trier.de/wirhabendiewahl oder telefonisch unter 0651-9491 1212.