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In den letzten Wochen wurde in den Medien über Durchfall-Erkrankungen berichtet, die durch das Bakterium Clostridium difficile hervorgerufen werden. Treten am Tag mehr als drei wässrige oder breiige Stühle auf, spricht man von Durchfall. Die Ursache hierfür können unter anderem Speisenunverträglichkeiten oder Magen- und Darminfektionen sein, die durch eine Vielzahl von verschiedenen Bakterien und Viren hervorgerufen werden (zum Beispiel Salmonellen oder Rotaviren). Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen, Darmkrämpfe, Fieber und Gliederschmerzen hinzu.

Die krankmachenden Erreger werden entweder durch Lebensmittel oder verunreinigtes Trinkwasser übertragen oder gelangen als sogenannte „fäkal-orale“ Schmierinfektion bei unzureichender Hände- und Toilettenhygiene von Mensch zu Mensch. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind Träger von Clostridium difficile ohne jeglichen Hinweis auf eine Erkrankung. Der normalerweise in der Darmflora lebende Keim kann unter bestimmten Umständen zu einem Infektionserreger werden und verschiedene Formen einer Durchfallerkrankung auslösen. Antibiotikatherapien, Chemotherapien oder große bauchchirurgische Eingriffe bei vorgeschädigtem Organismus können eine Abtötung der normalen Darmflora zur Folge haben, wobei das Clostridium difficile überlebt und sich ungehindert vermehren kann. Die Folge sind wässrige bis blutig-schleimige Durchfälle, Fieber, krampfartige Bauchschmerzen und ein schweres Krankheitsgefühl. In seltenen Fällen kann es zur schweren, lebensbedrohlichen Verlaufsform, der gefährlichen Dickdarmentzündung, kommen.

Ein Arztbesuch wird empfohlen, wenn Durchfälle sehr stark sind und/oder länger als drei Tage dauern, wenn Blut im Stuhl ist, andere Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Schmerzen hinzukommen, wenn Säuglinge oder Kinder betroffen sind oder die Durchfälle nach Fernreisen auftreten.

Jedoch kann man sich durch konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen vor einer Ansteckung schützen, insbesondere durch häufiges Händewaschen. Beim Auftreten von Durchfällen sollen folgende Hygieneregeln im häuslichen Bereich durchgeführt werden um weitere Infektionen zu vermeiden:

  • häufiges Händewaschen
  • Verwendung von Flüssigseife satt Stückseife
  • personenbezogene Handtücher
  • Einschränkung von Personenkontakten

Bei Fragen zu Durchfallerkankungen wenden Sie sich bitte unmittelbar an Ihren Hausarzt.