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Peter Marzi (m.) vom Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Wittlich erklärt zwei Schülern Techniken im Metallhandwerk.

Was genau macht eigentlich ein Tischler oder ein Konstruktionsmechaniker? Streicht der Maler tatsächlich nur Wände an? Braucht man Fingerfertigkeit oder eher Kraft? Über diese Fragen haben in den vergangenen Wochen Schülerinnen und Schüler nachgedacht, die sich seit Februar dieses Jahres am Projekt „Vertiefte Berufsorientierung“ des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Wittlich“ beteiligen. Es handelt sich um Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe der Liesertal-Schule in Wengerohr und der Regionalen Schule Salmtal.

Das Projekt, das durch den Europäischen Sozialfonds, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz und die Bundesagentur für Arbeit gefördert wird, soll die Chancen von Schülerinnen und Schülern beim Übergang von der Schule ins Berufsleben verbessern. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt im Bezug zum Regionalen Arbeitsmarkt und den in der Region angebotenen Ausbildungsplätzen. Neben der Frage, welche Qualifikationen für welchen Beruf benötigt werden, werden Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit trainiert und regelmäßig Betriebserkundungen durchgeführt. Um den außerschulischen Charakter der Maßnahme zu verdeutlichen, sollen die Schülerinnen und Schüler durch praktische Übungen an verschiedene Berufe herangeführt werden.

So fand bereits zum zweiten Mal im Rahmen der vertieften Berufsorientierung im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Wittlich ein Berufeparcours statt. Nach der Begrüßung durch den ÜAZ- Geschäftsführer Hartmut Weber konnten sich die 63 Schülerinnen und Schüler an zehn Stationen nach Zeiten theoretischer Vorarbeit ausprobieren, ob sie mit ihren Fähigkeiten und Interessen tatsächlich für den „Wunschberuf“ geeignet sind. Auch boten die Stationen die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen, an die zuvor noch gar nicht gedacht wurde.

Neu in diesem Jahr ist die Kooperation mit dem Projekt „Berufseinstiegsbegleiter“ des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Wittlich in Zusammenarbeit mit der Dualen Oberschule Wittlich und der Deutschen Angestellten- Akademie in Zusammenarbeit mit der Hauptschule Bernkastel-Kues. Hier werden Schülerinnen und Schüler ab der achten Jahrgangsstufe beim Erreichen des Hauptschulabschlusses in vielfältiger Weise unterstützt und gefördert. Zielsetzung dieser Maßnahme ist ferner der Übergang von Schule in Ausbildung sowie die Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses im ersten halben Jahr. Auch die an diesem Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler konnten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und erprobten sich in verschiedenen Berufsfeldern.

Neben den eigenen Werkstätten des ÜAZ Wittlich (Holz, Farbe, Metall, Kunststoff, Hauswirtschaft und der Elektrobereich) waren externe Kooperationspartner anwesend, um ein möglichst breites Bild für die Berufswahl darzustellen. So konnten die Schülerinnen und Schüler auch erfahren, dass Friseure neben Fingerfertigkeit auch gute Gesprächsthemen drauf haben müssen, Verwaltungsfachkräfte überwiegend ihre Arbeiten am Computer verrichten und der Beruf des Landschaftsgärtners etwas für Leute ist, die Spaß am Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen haben und auch zupacken können. Unter Anleitung eines Maurergesellen konnten die Schülerinnen und Schüler beim Mauern ihre Geschicklichkeit mit Steinen, Maurerkelle und Wasserwaage unter Beweis stellen.