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Offene Jugendarbeit in Jugendtreffs ist ein integrativer Bestandteil der kommunalen Infrastruktur für das Leben von Kindern und Jugendlichen. Sie bietet einen offenen Raum, den Kinder und Jugendliche jenseits der Erwachsenenwelt in Eigenverantwortung ausfüllen können, wo sie mit ihren eigenen Lebensentwürfen experimentieren und ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse artikulieren können. Dazu zählen sowohl Formen der Geselligkeit, also zusammen zu sitzen und einfach miteinander zu reden, wie auch eigene kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen (z.B. Organisation von Rock-Konzerten, Film-Abenden, LAN-Parties).

Wichtig ist, dass Jugendliche Räume haben, die sie in eigener Initiative gestalten und organisieren können. Jugendräume dienen darüber hinaus der Beheimatung der Kinder und Jugendlichen in ihrem Heimatort, hier können sie sich an dem Geschehen in der Gemeinde beteiligen und selbst Verantwortung übernehmen. Die Jugendräume sollen kontinuierlich durch geschulte ehrenamtliche Jugendraumbetreuerinnen und -betreuer, Erwachsene wie auch Jugendliche selbst, unterstützt werden. Sie helfen beispielsweise bei der Gestaltung von Programmen, durch die das Zusammenwachsen der Gruppe gefördert werden kann und begleiten Jugendliche in schwierigen Entwicklungsphasen.

Die Gruppenleitungsschulung für offene Jugendräume umfasst insgesamt vierzig Stunden und richtet sich an alle Betreuerinnen und Betreuer, die sich insbesondere in selbstorganisierten gemeindlichen oder kirchlichen Jugendräumen engagieren. Das Mindestalter für die Teilnahme liegt bei 16 Jahren. Die Gruppenleitungsschulung beinhaltet Schulungsangebote im Bereich der pädagogischen Grundlagen der Jugendarbeit (z.B. Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen, Entwicklungspsychologie, Leitung von Gruppen, Gruppendynamik), der Organisation von offenen Treffs (z.B. Konzeption und Programmgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung), der Kommunikation (zwischenmenschliche Kommunikation, Moderation, Konfliktbearbeitung, Regeln aushandeln und durchsetzen usw.) sowie der Rechtsfragen (Aufsichtspflicht, Haftung, Jugendschutz, Versicherungen, Gema usw.) und der Ersten Hilfe. Weiterführende Angebote beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fragestellungen aus dem Alltag der Jugendarbeit (z.B. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Öffentlichkeitsarbeit, Sucht- und Gewaltprävention, Erlebnispädagogik, Sexualität und Partnerschaft). Sie bietet darüber hinaus ein Gesprächsforum für die in den Jugendräumen im Landkreis Bernkastel-Wittlich tätigen Betreuerinnen und Betreuer, um die eigene Arbeit unter fachlicher Anleitung zu reflektieren und weiter zu entwickeln. Bei erfolgreicher Teilnahme an der Gesamtschulung erhalten die Betreuerinnen und Betreuer die bundesweit gültige JugendleiterInnen-Card, die als Nachweis der Befähigung zur Gruppenleitung dient und zur Inanspruchnahme von  Vergünstigungen berechtigt. Start der über drei Wochenenden verteilten Veranstaltung ist der 8./9. Dezember 2007.

Die Anmeldung und weitere Informationen zu Terminen, Inhalten und Veranstaltungsort können bei folgenden Ansprechpersonen angefordert werden: