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Seit dem Juli 2003 führt die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich als Pilotlandkreis für alle Kreisverwaltungen im Land Rheinland-Pfalz ein sogenanntes Geographisches Informationssystem (GIS) ein. Mit Hilfe von GIS ist die Kreisverwaltung in der Lage, Karten und Landschaftsmodelle, aufbereitet in digitalisierter Form, in ihre Arbeit einfließen zu lassen. So kann die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zum Beispiel beim Auftreten einer Tierseuche die Sperrgebiete sofort ohne weiteren Aufwand vom Computer des zuständigen Mitarbeiters feststellen und die nötigen Maßnahmen veranlassen. Die Einsatz- und Anwendungsgebiete von GIS in den Kommunalverwaltungen sind äußerst umfassend.
Die Einführung des Geoinformations-Systems selbst wurde durch ein entsprechendes Forschungsprojekt der Fachhochschule Mainz begleitet, das vom Landkreistag Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben und vom Land fachlich und finanziell unterstützt wurde.
Landrätin Läsch-Weber machte bei der Präsentation des Abschlussberichts der Fachhochschule Mainz deutlich, dass mit Hilfe von GIS die Arbeitsqualität erheblich gesteigert werden könne. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung können nunmehr direkt vom Arbeitsplatz aus auf das von ihnen benötigte Kartenmaterial zugreifen und dieses Kartenmaterial mit weiteren Informationen verknüpfen. Schwierigkeiten, die sich dadurch ergeben haben, dass Karten und Pläne nur in Papierform mit oft nur eingeschränktem Informationsgehalt vorlagen, gehören der Vergangenheit an.“ Die Landrätin zeigte sich davon überzeugt, dass mit Hilfe von GIS die Kreisverwaltung sich weiter als starker und moderner Dienstleister für den kreisangehörigen Raum positionieren kann.
Ergänzend führte der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz, Ernst Beucher, aus, dass die in Wittlich vorgenommenen Arbeiten von großer Bedeutung für alle Kreisverwaltungen im Lande seien. „Mit Hilfe des Forschungsprojektes der Fachhochschule Mainz wird auch in den übrigen Kreisverwaltungen die Anwendung beziehungsweise Einführung von GIS wesentlich erleichtert und beschleunigt“, erklärte Beucher. Beucher zeigte sich ebenfalls davon überzeugt, dass mit Hilfe von GIS die Landkreise in der Lage seien, ihre Arbeiten effizienter und wirtschaftlicher zu erledigen. In Zeiten knapper finanzieller Haushalte sei dies von geradezu elementarer Bedeutung.