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„Handlungsfähig bleiben im unübersichtlichen Gelände der Nachteilsbeteiligung - Erfolge und Rückschritte. Das war das Thema der diesjährigen Fortbildungsveranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten der Region Trier an der Universität Trier. An der Veranstaltung nahm auch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Gabriele Kretz, teil.

„Der „gefühlte“ Stand der Gleichstellung ist top“. Mit dieser Aussage werden Gleichstellungsbeauftragte häufig konfrontiert. Doch dies hält einer Analyse nach Daten und Fakten nicht stand. Die Zwischenbilanz liest sich vielmehr wie die Choreografie der Echternacher Springprozession: drei Schritte vor und zwei zurück.

Die Seminarteilnehmerinnen beleuchteten zusammen mit der Referentin Claudia Winter, Coach und Mediatorin aus Trier, den Ist-Stand und setzten sich mit strukturellen und konzeptionellen Ansätzen der Gleichstellungsarbeit auseinander. Als Input gab es einen Abriss über die Entwicklung der Frauenbewegung und der Frauen- und Geschlechterforschung. Unter den Frauen, wie auch unter den Männern und zwischen Frauen und Männern gibt es unterschiedliche Haltungen zu diesem Themenkomplex. „Gleichstellung ist doch Schnee von gestern“ ist manchmal zu hören. Das deutsche Institut für Wirtschaftsförderung hat 2009 ermittelt, dass es in den Leitungsgremien der 200 größten Unternehmen in Deutschland 812 Männer aber nur 21 Frauen gibt. Davon nur eine einzige Frau als Vorsitzende gegenüber 186 Männer.

Tatsächlich sind Frauen in der deutschen Gesellschaft noch immer benachteiligt. Die Lohndifferenz von rund 23 Prozent dokumentiert dies eindrucksvoll und auch die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen und Gremien. Es bleibt also noch ein weites Arbeitsfeld für die örtlichen Gleichstellungsstellen.

Weitere Informationen zum Thema Gleichberechtigung erhalten Interessierte bei Gabriele Kretz, Tel.: 06571/14-2255, E-Mail: Gabriele.Kretz[at]Bernkastel-Wittlich.de.