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Rund sechzig Personen mit und ohne Behinderung folgten der Einladung der Kreisverwaltung und informierten sich über die Ergebnisse der Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Landrätin Beate Läsch-Weber bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement in der Auftaktveranstaltung, den verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops sowie abschließend in der Zukunftskonferenz, und versicherte: „Es geht weiter, wir sind auf dem richtigen Weg.“ Nachdem der Kreistag die Ergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen der Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen am 22. März 2010 einstimmig beschlossen habe, gehe es nun an die Umsetzung, erklärte Läsch-Weber.

Insbesondere vier Handlungsfelder sollen in den nächsten eineinhalb Jahren in Angriff genommen werden: die Einführung eines sogenannten Fallmanagements in der Kreisverwaltung, der Ausbau ambulanter Unterstützungsmöglichkeiten, Hilfen zur Mobilität sowie die Schaffung einer Beratungsstelle im Gesundheitsamt.

Landrätin Läsch-Weber machte deutlich: „Es ist ein langer Weg, wir gehen einen Schritt nach dem anderen. Dies geht nicht von heute auf morgen. Wir wollen auf keinen Fall unerfüllbare Erwartungen wecken und Menschen dabei enttäuschen.“ Die Empfehlungen sollten möglichst budgetneutral umgesetzt werden, dies sei der finanziellen Situation des Landkreises geschuldet. Menschen mit Behinderungen sollen in Zukunft - unter Berücksichtigung der Auswirkungen der demografischen Entwicklung - bessere und passgenauere Hilfen erhalten.

Anschließend stellte Eva-Maria Büch vom Planungsbüro transfer die Ergebnisse der Zukunftskonferenz im letzten Jahr, die konkreten Empfehlungen und die geplante Umsetzung in leichter Sprache vor. Deutlich wurde, dass unterschiedliche Stellen gemeinsam an der Verwirklichung der Teilhabeplanung arbeiten müssen. Erste Gespräche mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen in Mainz wurden bereits geführt, einige der Empfehlungen sollen im Rahmen eines Modellprojektes des Landes Rheinland-Pfalz umgesetzt werden. Ein Steuerungskreis, bestehend aus Mitarbeitern der Verwaltung, Vertretern der Einrichtungen und Dienste, des Beirats für Menschen mit Behinderungen, des Krankenhauses und des Ministeriums, sowie transfer, wird über alle Schritte informiert und berät das detaillierte Vorgehen.

Auch die Menschen mit Behinderungen können weiterhin etwas zum Gelingen beitragen, so Büch abschließend: „Machen Sie mit bei Ihrer Individuellen Teilhabeplanung. Gehen Sie in die Teilhabekonferenzen. Sagen Sie, was Ihnen wichtig ist und haken Sie nach.“

Weitere Informationen zur Teilhabeplanung im Landkreis Bernkastel-Wittlich erteilt Edith Maus von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Tel.: 06571/14-2272, E-Mail: Edith.Maus[at]Bernkastel-Wittlich.de.