Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Sie alle haben den Sprachkurs A1 erfolgreich bestanden. Die Lehrgangsbesten erhielten Buchgeschenke, exakt auf ihre ganz persönlichen Bedürfnisse abgestimmt, diese wurden überreicht von Alexander Licht (mittlere Reihe), Ulf Hangert (hintere Reihe, 5. v.l. Dr. Matthias Vollet (hintere Reihe, 2. v. r.).

16 Flüchtlinge erhielten in einer kleinen Feierstunde in der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte e.V. erstmals im Kreis Bernkastel-Wittlich ihr „Abschlusszeugnis“. Dieses Dokument bescheinigt ihnen, dass sie den Grundkurs für Anfänger und fortgeschrittene Anfänger, den A1-Kurs nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen erfolgreich absolviert haben.

„Es war ein weiter Weg, ein überaus gefahrenvoller Weg für Sie zu uns. Bei uns war für Sie der erste Schritt, unsere Sprache zu lernen. Sie haben den ersten Schritt erfolgreich getan. Sie kennen die Brücke vor unserem Haus, die über die Mosel führt, die Menschen auf die andere Seite der Stadt bringt. Unsere Sprache bietet, genau wie diese Brücke, Ihren Weg auf Ihre andere Seite, von Ihrem Heimatland in unser Heimatland, ihre neue Heimat“, erklärte der erste Kreisbeigeordnete Alexander Licht. Dr. Matthias Vollet, als Geschäftsführer der Volkshochschule Bernkastel-Kues verantwortlich für die Organisation und Durchführung der Sprachkurse, und Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, gratulierten und dankten den Kursleitern und vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern rund um den Volkshochschulkurs. Ali Nawras, später als Lehrgangsbester ausgezeichnet, übersetzte ihre Ansprachen ins Arabische.

Kursleiter Sebastian Both führt zurzeit zwei Kurse für die Volkshochschule durch und erklärt, dass die sechszehn Absolventen der Grundstufe A1 beim Start sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbrachten. „Da waren welche dabei, die in Schrift und Wort und auch in der englischen Sprache keinerlei Voraussetzungen hatten. Andere, wohl die meisten, hatten an den vorbereiteten Sprachvermittlungen in den Willkommenstreffs schon kleine Kenntnisse aus unserer Alltagssprache und ihrer Schreibweise.“ Both sieht das vielfältige Bemühen der meist Ehrenamtlichen an vielen Orten im Landkreis nicht nur sehr hilfreich für den Einstieg in die Grundkurse, sondern oft als Voraussetzung. Seine Arbeitsweise im Unterricht erklärt er so: „Es gibt Material, ein Lehrbuch, das wir nutzen. Viel wird an die Tafel geschrieben, von mir und von den Schülern, wird vorgesprochen, nachgesprochen, aus dem Lehrbuch über Tageslichtprojektor gezeigt, und immer wieder mitgeschrieben.“

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich wird mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Mittelmosel – Eifel Mosel Hunsrück und des Rotary Clubs Mittelmosel ein Sprachförderprogramm ermöglicht. Die verabschiedeten Rahmenvereinbarungen setzen genau da an, wo ehrenamtlich Akteure Sprachkurse durchführen und mit Volkshochschulen kooperieren. Aus informellen Lerngelegenheiten wird formelle Erwachsenenbildung, mit der Möglichkeit zur zertifizierten Prüfung. Diese Rahmenvereinbarungen umfassen die Sprachniveaus A1 und A2, bei Bedarf können die Volkshochschulen auch Alphabetisierungskurse anbieten.

Sprachkurse

Das Goethe-Institut beschreibt das Zertifikat für die Niveaustufe A1 für den gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen wie folgt: „Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich anderen vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen - zum Beispiel wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben - und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind, zu helfen. (www.goethe.de/lrn/prj/pba/bes/deindex.htm). Über Kurstermine und Schulungsorte informieren die Volkshochschulen Bernkastel-Kues und Wittlich Stadt und Land.