Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Ein schweres Hagelunwetter mit teilweise tennisballgroßen Hagelkörnern zog am Freitag, 26. August 2011, gegen 15.00 Uhr über mehrere Orte an der Mittelmosel. Der Hagel zerstörte innerhalb kürzester Zeit Dächer, Fenster, Häuserfassaden, Autos und sonstige Gegenstände, die sich im Freien befanden. In den Weinbergen der betroffenen Gemeinden wurden Teile der Weinernte durch den Hagel zerstört. Besonders schwer betroffen von dem Unwetter war die Ortsgemeinde Veldenz, in der nahezu jedes Haus schwer beschädigt wurde.

Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues und Kröv-Bausendorf waren am gesamten Wochenende im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei durch einzelne Wehren der benachbarten Verbandsgemeinden, das Technische Hilfswerk, die Schnelleinsatzgruppen des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Energieversorger.

Landrat Gregor Eibes hat sich sowohl am Schadenstag selbst als auch am darauffolgenden Samstag ein persönliches Bild von der Schadenslage in Veldenz und in den betroffenen Gemeinden entlang der Mittelmosel gemacht. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Dr. Josef Peter Mertes fand dienstags ein weiterer gemeinsamer Ortstermin in den am schwersten betroffenen Gemeinden statt.

Landrat Gregor Eibes zeigte sich tief betroffen vom Ausmaß der Schäden. Allein für die Ortsgemeinde Veldenz wird von einem Schaden von 30 Millionen Euro ausgegangen. „Es muss nun alles dafür getan werden, dass möglichst schnell wieder Normalität in den Dörfern einkehrt“, erklärte Eibes. Diesen Appell richtete er dabei insbesondere an Versicherer und Banken verbunden mit der Bitte den Geschädigten auf unbürokratischem Wege schnell Hilfe zukommen zu lassen. Die Regulierung der Schäden obliegt den Versicherern. Darüber hinausgehende finanzielle Hilfen hat das Land nicht in Aussicht gestellt. In Einzelfällen können eventuell Landesgelder für die Dorferneuerung für eine punktuelle Schadensbehebung eingesetzt werden. Landrat Gregor Eibes hat den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz bereits aufgefordert die entsprechenden Landesgelder aufzustocken.

Seinen Dank richtet Landrat Gregor Eibes an die Helfer von Feuerwehren und Hilfsdiensten im Landkreis. „Alle Einsatzkräfte haben dafür gesorgt, dass den betroffenen Bürgern schnell geholfen werden konnte. Sie haben erneut gezeigt, dass auf sie im Ernstfall Verlass ist“, lobte Eibes. Besonders bemerkenswert sei, dass diese Hilfeleistungen fast ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement beruhen. Hierfür verdienten alle Hilfskräfte besonderen Respekt, so Eibes abschließend.