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Eine Reise macht man normalerweise in den Ferien. Nicht aber die 80 Schülerinnen und Schüler der neuen achten Jahrgangsstufe in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel. Sie haben ihre Reise bereits zu Beginn des Jahres begonnen und sind mit dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Wittlich als „Reiseveranstalter“ auf eine Reise in den Beruf gegangen. Unter diesem Motto nehmen die Schülerinnen und Schüler bereits ab der siebten Jahrgangsstufe an einem Projekt zur frühzeitigen beruflichen Orientierung teil. Besondere Inhalte dieser „Reise“ sind dabei die zahlreichen Besuche in regionalen Ausbildungsbetrieben, um viele unterschiedliche Berufe kennen zu lernen. Dabei werden aus der Vielzahl der dualen Ausbildungsberufe diejenigen herausgesucht, in denen in unserer Region Ausbildungsplätze angeboten werden und die insbesondere für Schülerinnen und Schülern mit dem Berufsreife-Abschluss zugänglich sind. Neben vielen anderen Aktionen erleben die Teilnehmer so einen realistischen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt und erfahren bereits frühzeitig, dass zum Beispiel der Berufsalltag eines Kochs oder Köchin sehr wenig mit dem Showkochen der zahlreichen TV-Kochshows gemeinsam hat. Besuche in Ausbildungsbetrieben, Gespräche mit Auszubildenden, Schnupperpraktika und Berufeparcours, all diese Angebote sollen helfen, oft falsche Vorstellungen vom Beruf zu korrigieren und den zukünftigen Schulabgängern mit Informationen aus erster Hand und eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen helfen, eine für sie realistische Berufswahl zu treffen. Zusätzlich dazu vermittelt das Projekt auch wichtige Erfahrungen im Bereich der sozialen Kompetenzen, das heißt auch die Vermittlung klassischer Arbeitstugenden, wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Ordnung und Pünktlichkeit. Denn häufig führen nicht nur falsche Vorstellungen vom Beruf, sondern immer öfter auch Probleme im Sozialverhalten dazu, dass Ausbildungsverträge seitens des Arbeitgebers frühzeitig aufgelöst werden. Insofern stellt dieses Projekt auch ein wichtiges Werkzeug dar, Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen. Das ÜAZ-Wittlich führt dieses Projekt seit sieben Jahren an mittlerweile vier Schulen durch. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Rheinland-Pfalz und der Bundesagentur für Arbeit. Es ermöglicht Haupt- und Förderschülern mit Migrationshintergrund, Schülern mit besonderem Förderbedarf und Mädchen mit engem Berufswahlspektrum planvoll und realistisch bei der Berufswahl vorzugehen. Weitere Informationen zur Berufsorientierung gibt es bei Ilka Hake, Tel. 06571/978775, E-Mail: ihake[at]ueaz-wittlich.de.