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Karneval ist für viele Menschen in unserer Region ein Höhepunkt im Jahreslauf. Hier können sie Feiern, Spaß haben und sich mit Freunden treffen. Neben dem Wandel im Bereich der Umzüge und in der gelebten Karnevalskultur, hat sich die „fünfte Jahreszeit“ für viele Heranwachsende und Erwachsene als Zeit intensiven Alkoholkonsums entwickelt. Eine Wandel, der nachdenklich macht.

Oft konsumieren auch Kinder Alkohol in der Karnevalszeit. So gelangen sie beispielsweise bei Karnevalsumzügen leicht an Alkohol durch die Abgabe durch Aktive, mischen sich Alkoholhaltiges selbst oder umgehen auf andere Weise die Jugendschutzbestimmungen. Verharmlosung ist hier nicht angebracht, warnt der Jugendschutzbeauftragte des Landkreises Stephan Rother. Alkohol wirkt bei Kindern und Jugendlichen viel stärker als bei Erwachsenen!

Aus den Jugendschutzkontrollen und Rückmeldungen der Notdienste in der Karnevalszeit wurde in den letzten Jahren leider deutlich, dass immer mehr Minderjährige wegen übermäßigem Alkoholkonsum auffielen oder sogar mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Daher regt auch in diesem Jahr der Jugendschutzbeauftragte zusammen mit dem Arbeitskreis „Jugendschutz/Suchtprävention im Landkreis Bernkastel-Wittlich“ die Karnevalsvereine und Veranstalter an, sich für eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung des Jugendschutzes stark zu machen.

Einige Karnevalsvereine aus unserem Landkreis beteiligen sich auch in diesem Jahr an der Aktion. Sie geben ihre Willenserklärung mit gutem Beispiel ab, den Jugendschutz im Karneval zu beachten und dafür zu sorgen, dass kein Alkohol bei Karnevalsumzügen an die Zuschauer abgegeben wird. Die Gefahr besteht hier, dass Kinder leicht an den für sie besonders schädlichen Alkohol gelangen können. Folgende gesetzliche Regelungen des Jugendschutzes gelten nicht nur im Karneval:

An Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen alkoholische Getränke weder abgegeben werden noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

An Personen unter 18 Jahren dürfen branntweinhaltige Getränke weder abgegeben werden noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

Die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen (zum Beispiel Kappensitzungen, Maskenbälle) ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht und Jugendlichen ab 16 Jahren längstens bis 24:00 Uhr gestattet werden.

Die Erklärung zur Aktion „Närrische Selbstverpflichtung im Karneval“ sowie weitere Informationen zum Jugendschutz sind über den Jugendschutzbeauftragten der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Stephan Rother, Tel.: 06571 14-2220, Fax: 06571 14-42220, E-Mail: Stephan.Rother@Bernkastel-Wittlich.de erhältlich.