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Alfons Kuhnen, Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, klärte gemeinsam mit Teilnehmern, welchen Beitrag die Politik zu einer besseren Breitband-Versorgung leisten kann.

Alfons Kuhnen, Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, klärte gemeinsam mit Teilnehmern, welchen Beitrag die Politik zu einer besseren Breitband-Versorgung leisten kann.

Von den Vorzügen schneller Internetverbindungen profitieren oft nur die Bewohner in den Großstädten. Was für private Nutzer in den ländlichen Regionen ärgerlich ist, wird für Unternehmen oft zum großen Standortproblem. Dennoch stehen den ländlichen Regionen alternative Breitbandtechnologien zur Verfügung, auch wenn DSL-Netze oder UMTS nicht ausreichend ausgebaut sind.
Zu dieser Einsicht kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Connect Breitband Dialoges am 4. Dezember in Wittlich. Auf Einladung des Euro Info Centre Trier, als Partner der rheinland-pfälzischen Mittelstandsinitiative Connect, des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums sowie der Initiative Region Trier und der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, informierten sich über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Möglichkeiten, die weißen Flecken in der DSL-Versorgung zu bekämpfen.
„Es muss unser aller Ziel sein, die vorhandenen Breitbandlücken der Telekom schnellstmöglich zu schließen“, betonte Landrätin Beate Läsch-Weber in ihrer Begrüßung. Dabei müsse das Land die Kommunen bei notwendigen Investitionen finanziell unterstützen, forderte sie.
Die anwesenden Unternehmen, Privatinteressierte und Entscheidungsträger der Gemeinden informierten sich in Workshopatmosphäre bei den Anbietern alternativer Breitbandtechnologien über Möglichkeiten zur DSL-Versorgung in der Region Trier, wie der Nutzung von Richtfunk, WiMAX und DSL via Satellit.
Die anschließende Diskussion zwischen den Teilnehmern, Breitbandanbietern und politischen Verantwortlichen machte besonders deutlich, dass eine flächendeckende Breitbandlösung kein Automatismus ist. Wo der Ausbau von DSL-Netzen für kommerzielle Anbieter unwirtschaftlich erscheint, gibt es für die Kommunen aber dennoch die Möglichkeit, Breitbandtechnologien in Anspruch zu nehmen. Dies belegen besonders die Erfahrungen von Ortsbürgermeistern, in deren Gemeinden DSL mit alternativen Breitbandtechnologien erfolgreich eingeführt wurde. Durch Eigeninitiative wurden hier Lösungen realisiert, breitbandige Anschlüsse für alle interessierten Bewohner zu schaffen.
In der engagierten Diskussion wurde auch deutlich, woran es – neben einer flächendeckenden Versorgung durch die Deutsche Telekom und einer ausreichenden finanziellen Förderung des Ausbaus der technischen Infrastruktur – vor allem auch mangelt: Fachkompetente aber neutrale Beratung über die unterschiedlichen Versorgungstechniken und ein koordiniertes Vorgehen bei der Erhebung und Bewertung des bestehenden Bedarfs sowie der nutzbaren Infrastruktur.
Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Euro Info Centre Trier, Mirko Löhmann, Bahnhofstraße 30-32, 54290 Trier, Tel.: 0651/9756733, E-Mail: loehmann[at]eic-trier.de.