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Mit einem gezielten Appell möchte die Arbeitsgruppe Jugendschutz in der Region Trier eindringlich darauf hinwirken, dass bei den Fastnachtsumzügen das Abgeben von Spirituosen an unter 18-Jährige unterbleibt. Die Arbeitsgruppe Jugendschutz in der Region Trier ist ein Zusammenschluss der für den Jugendschutz bei den Jugendämtern zuständigen Mitarbeiter und der Beauftragten für Jugendsachen der Polizei.

Für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes tragen Erwachsenen alle gemeinsam Verantwortung. Insbesondere an Karneval gilt dies nicht nur für Einzelhandel, Gastronomie, Tankstellen und Karnevalsvereine. Jeder Erwachsene ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen eindeutig, dass der massive Alkoholkonsum Jugendlicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass Erwachsene mitunter den riskanten Konsum dulden, ja sogar aktiv unterstützen, indem sie ihnen bei den Umzügen Alkohol zum Konsum zur Verfügung stellen. Jugendliche gaben in den Vorjahren offen zu, dass sie zum Teil den Alkohol aus dem Elternhaus mitgebracht haben beziehungsweise ihn ohne Probleme aus den Umzügen heraus erhielten.

Die Arbeitsgruppe Jugendschutz sieht sich zu diesem eindringlichen Appell veranlasst, da das exzessive Trinken bei Jugendlichen leider weiter zugenommen hat. Dies bezieht sich nicht nur auf die getrunkene Menge Alkohol, sondern es nimmt auch die Zahl der Jugendlichen zu, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Diese Zahl hat sich in den letzten sieben Jahren bundesweit von 9500 auf 19500 mehr als verdoppelt.

Besonders die Verantwortlichen der Karnevalsumzüge werden aufgefordert, den Jugendschutz ernst zu nehmen und mit gezielten Maßnahmen auf die Einhaltung hinzuwirken.

„Auch wir wollen, dass Karneval weiterhin fröhlich gefeiert wird, die Menschen Spaß haben und das Brauchtum weiter gepflegt wird. Aber es darf nicht zum Brauch werden, dass junge Menschen auf Grund von verantwortungslosem Handeln einiger Erwachsener mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäusern behandelt werden müssen oder durch Sachbeschädigungen und Körperverletzungen ihre Zukunft aufs Spiel setzen“, appelliert Kreisjugendpfleger Peter Caspers an die Erwachsenen.

Jugendamt, Ordnungsamt und Polizei werden auch in diesem Jahr vor Ort sein und gegen Uneinsichtige konsequent vorgehen. Jeder Person ab 18 Jahren droht ein Bußgeld bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz. Zudem droht Eltern, deren Kinder auf Grund übermäßigen Alkoholkonsums nicht rückgeführt werden können, dass ihnen die dadurch entstehenden Kosten in Rechnung gestellt werden. Ansprechpartner im Kreis zum Thema Jugendschutz sind: